Nathan Aspinall hat sich den Titel beim German Darts Grand Prix geschnappt und anschließend eine überschwängliche Lobrede auf die deutschen Fans in München gehalten.
„Ihr wart einfach unglaublich. Deutschland, ich liebe dich!“, schwärmte Aspinall im Bühneninterview nach dem Finalsieg gegen den Niederländer Danny Noppert. Nun werde er mit seinem Jungs mal so richtig „fett feiern“ gehen.
Aspinall: „München, du warst großartig“
„Diese Woche habe ich meinen Kampfgeist wiedergefunden. Mein Gott! München, du hast mir die Liebe zum Dartsport zurückgegeben. Du warst einfach großartig. Ich habe wieder richtig Spaß am Dartsport“, freute sich der Engländer.
Dabei sah im Vorfeld alles noch ganz anders aus. „Flughäfen sind aktuell ein absoluter Witz“, schrieb er vor Turnierbeginn in seiner Instagram-Story. Hintergrund seines Ärgers: Sein Gepäck war nicht angekommen. „Ich hätte Ostern lieber mit den Kindern verbringen sollen“, wütete Aspinall weiter.
Doch davon war im Turnierverlauf nichts mehr zu merken. Im Endspiel bestätigte Aspinall seine starke Form. Er siegte gegen Noppert 8:5 in Legs und holte sich seinen vierten Titel auf der European Tour. Kurioserweise hat Aspinall alle seine vier Titel auf deutschem Boden gewonnen – was er auch im Bühneninterview anmerkte.
Verwunderung um Walk-on-Song
Der Champion beendete die Partie mit einem echten Highlight und checkte 128 Punkte zum Match. Anschließend jubelte er ekstatisch. Noppert hingegen muss weiter auf seinen ersten European-Tour-Titel warten.
Im Halbfinale war es noch zu einem überraschenden Moment um Aspinall gekommen. Der spätere Turniersieger lief mit einem anderen Song als gewohnt ein.
Üblicherweise kommt Aspinall nämlich mit „Mr. Brightside“ von The Killers auf die Bühne. Dem war am Montagabend aber nicht so. Stattdessen erklang „Lose Yourself“ von Eminem.
Keine Panne! Aspinall wünschte sich Eminem-Song
Zunächst war nicht klar, ob es sich um eine Panne handelt, oder die Aktion geplant war. Wie SPORT1 aber erfuhr, hat sich „The Asp“ die Veränderung im Vorfeld explizit von der PDC gewünscht.
Aspinall ist eigentlich bekannt dafür, mit dem Klassiker „Mr. Brightside“ einzulaufen und bringt damit so ziemlich jede Halle zum Beben. Mit „Lose Yourself“ war die Stimmung aber nicht minder gut. Die Fans feierten den Song und auch Aspinall ging steil.
Schon bei einigen Showevents war Aspinall mit dem Klassiker von Eminem eingelaufen. Auch bei PDC-Events wird der Song im Vorfeld abgespielt. Sobald Aspinall jedoch mit dem eigentlichen Walk-on beginnt, ertönt normalerweise „Mr. Brightside“. Stattdessen lief aber weiter „Lose Yourself“.
Aspinall schaltet zwei Deutsche aus
Und der Song schien Aspinall beflügelt zu haben. Nach einer dominanten Vorstellung siegte er gegen den Niederländer Kevin Doets mit 7:2 in Legs und zog ins Finale ein. Aspinall spielte dabei starke 106,40 Punkte im Average, Doets kam auf 93,15 Punkte.
Zuvor hatte Aspinall neben Landsmann Andrew Gilding (6:4) auch die beiden deutschen Starter Martin Schindler (6:2) und Ricardo Pietreczko (6:5) ausgeschaltet.
Für das Finale gegen den Niederländer Danny Noppert kehrte Aspinall dann zu seiner Tradition zurück und lief wieder – wie gewohnt – zu „Mr. Brightside“ auf die Bühne.