Der deutsche Radprofi Tony Martin ist nach seinem schweren Sturz im Finale der sechsten Tour-de-France-Etappe noch am Donnerstagabend zu einer dringend notwendigen Operation nach Hamburg geflogen worden.
Der in der Nacht im BG-Unfallkrankenhaus durchgeführte Eingriff war aufgrund eines offenen Bruchs des linken Schlüsselbeins notwendig geworden.
Nach der positiven Dopingprobe von Luca Paolini muss sich der Katusha-Teamchef der Presse stellen. Ein Fanclub aus Eritrea feiert den Mann im Bergtrikot. Bilder der 1. Woche.
Bei der Operation handelt es sich um einen längeren Routine-Eingriff. „Das Schlüsselbein ist richtig zertrümmert. Es wird ein Puzzle bei der OP“, sagte Teamarzt Helge Riepenhof. Ein Knochenteil habe die Haut durchdrungen. Martin, dem eine Platte eingesetzt wird, dürfte jedoch bereits nach rund einer Woche wieder auf der Rolle trainieren können. Mit einer Rückkehr ins Renngeschehen ist in rund sechs Wochen zu rechnen.
Martin, der das Gelbe Trikot trug, war 800 Meter vor dem Ziel gestürzt und hatte sich anschließend noch ins Ziel gekämpft. An den genauen Hergang des Unfalls konnte sich Martin nicht erinnern.