Die Biathlon-Staffel mit Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp hat zwölf Jahre nach den Olympischen Winterspielen in Sotschi offiziell Gold erhalten – und auch er ist um eine goldene Trophäe reicher.

Neben dem DSV-Quartett durfte sich am Sonntag auch der frühere Seriensieger Martin Fourcade zwischen den beiden Verfolgungsrennen in Antholz über eine weitere Goldmedaille freuen. 2010 in Vancouver hatte der Franzose im Massenstart Platz zwei hinter dem Russen Jewgeni Ustjugow belegt. Ustjugow wurde inzwischen wegen eines Dopingvergehens gesperrt, alle seine Ergebnisse zwischen 2010 und 2014 wurden annulliert – wovon auch die deutsche Staffel von Sotschi profitierte.

Olympia: Martin Fourcade rückt im ewigen Ranking vor

Nach Jahren des Wartens und Einsprüchen Ustjugows beschloss die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) dann im September 2025 die Neuvergabe der Medaillen. Hiervon profitierten in Bezug auf den Massenstart in Vancouver auch der Slowake Pavol Hurajt (nun Silber) und der aufs Podium aufrückende Österreicher Christoph Sumann (Bronze).

Pavol Hurajt, Martin Fourcade und Christoph Sumann wurden in Antholz nachträglich gefeiert
Pavol Hurajt, Martin Fourcade und Christoph Sumann wurden in Antholz nachträglich gefeiertPavol Hurajt, Martin Fourcade und Christoph Sumann wurden in Antholz nachträglich gefeiert

Für Fourcade ist es das sechste Gold, mehr hat keine andere Sportlerin und kein anderer Sportler seines Landes bei Olympischen Sommer- und Winterspielen gewonnen.

Im ewigen Ranking der erfolgreichsten Winter-Olympioniken rückte Fourcade (6x Gold, 1x Silber) auf Platz 9 vor und überholte damit unter anderem den im vergangenen Jahr zurückgetretenen Biathlon-Star Johannes Thingnes Bö und die deutsche Eisschnellläuferin Claudia Pechstein (je 5x Gold, 2x Silber, 2x Bronze).

Erfolgreichster Winter-Olympionike der Geschichte ist seit Sonntag der norwegische Langläufer Johannes Hosflöt Kläbo (9-1-1).

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)