Die Geburt seines Kindes erlebte er live per Videocall mit, an Entspannung ist für Österreichs Rodel-Ass Wolfgang Kindl im Vorfeld seines nächsten Einsatzes bei den Olympischen Spielen deshalb nicht zu denken.

„Die letzten zwei Nächte waren definitiv mit weniger Schlaf verbunden, und nicht, weil wir Jonas Müller so lange gefeiert haben“, erklärte der 37 Jahre alte Weltmeister von 2017 im Interview mit der Kleinen Zeitung.

Wolfgang Kindl startet bei den Olympischen Rodel-Wettbewerben
Wolfgang Kindl startet bei den Olympischen Rodel-WettbewerbenWolfgang Kindl startet bei den Olympischen Rodel-Wettbewerben

Kindl: „Wie auf Nadeln gesessen“

„Ich bin wie auf Nadeln gesessen und in der Nacht, als es dann in der Früh dazu gekommen ist, habe ich vorher aufs Handy geschaut und gewusst: Jetzt geht es wirklich los“, erzählte Kindl: „Ich habe auch echt kurz überlegt, ob ich nach Innsbruck fahren soll, aber das wäre sich nicht mehr ausgegangen. Ich bin überglücklich, dass alles gut geklappt hat. Beide sind gesund und wohlauf.“

Am Montag war Kindls zweites Kind auf die Welt gekommen, kurz zuvor war der Olympia-Zweite von 2022 im Einsitzer beim Sieg von Max Langenhan auf Rang acht ins Ziel gekommen.

Kindl „in ständigem Kontakt“ mit seiner Frau

Am Mittwoch (17.51 Uhr) ist er gemeinsam mit Thomas Steu in Cortina wieder im Doppelsitzer gefordert.

Kindl ist derweil „in ständigem Kontakt“ mit seiner Frau. „Ich weiß, dass es ihnen gut geht und sie sind in besten Händen. Eli meinte, sie hat ihre Arbeit, macht einen 24-Stunden-Job und ich habe meinen Job in Cortina zu erledigen“, berichtete er. „Es sind die Olympischen Spiele, ich bin froh, dass es losgeht mit Thomas. Der Fokus ist da, ich fühle mich wohl und es macht Spaß.“

Die Geburt immerhin per Video verfolgen zu können, sei „unglaublich“ gewesen, sagte Kindl, „auf diese Art live dabei zu sein, ist doch nicht alltäglich. Es war sehr schön und emotional.“