Fortuna Düsseldorf hat wieder große Abstiegssorgen. Die Rheinländer kassierten am Karsamstag mit einem 0:3 (0:0) beim 1. FC Kaiserslautern ihre dritte Zweitliga-Niederlage in Serie – sie könnten der Abstiegszone am Sonntag bedrohlich nahekommen.
31 Punkte nach 28 Spielen bedeuten für Düsseldorf die schlechteste Zweitligasaison seit zehn Jahren. Zudem stellt die Fortuna mit 26 Toren weiterhin die schlechteste Offensive der Liga.
Wie das klingt? „Nicht gut. Ich wiederhole mich da, es ist gefährlich“, warnte Trainer Markus Anfang nach der Partie bei Sky. „Ich weiß nicht, ob man von besorgniserregend sprechen muss, aber wenn du unten raus willst, musst du Spiele gewinnen. Und um Spiele zu gewinnen, musst du Tore schießen. Und wenn du die schlechteste Offensive hast, dann hast du ein Problem.“
Für Kaiserslautern besteht trotz der Tore von Jacob Rasmussen (62.), Semih Sahin (76.) und Daniel Hanslik (90.+6) nur noch in der Theorie eine Aufstiegschance.
Rot für die Fortuna: Mislintat wütet und wird verwarnt
Auf dem Betzenberg hatten beide Mannschaften erhebliche Probleme, ein geordnetes Offensivspiel aufzuziehen. Besonders die Fortuna brachte kaum gefährliche Pässe in Strafraumnähe – und dann war sie nach 21 Minuten in Unterzahl.
Sima Suso hatte FCK-Stürmer Norman Bassette am Arm gehalten und so eine klare Torchance verhindert. Düsseldorfs Sportvorstand Sven Mislintat war jedoch alles andere als einverstanden mit der Roten Karte und wütete am Spielfeldrand. Er wurde daraufhin von Referee Daniel Schlager selbst mit Gelb verwarnt.
„Definitiv lässt sich drüber streiten“, meinte Sky-Experte Fabian Klos. Der Ex-Profi fügte allerdings hinzu: „Ich bin immer Fan davon, dass Schiedsrichter für sich eine Entscheidung treffen. Wenn er da ein Foul pfeift, ist es eine klare rote Karte. Sicherlich ist dieser Zupfer am Handgelenk nicht viel. Aber es ist auch einfach nicht clever.“ Von daher sei die Rote Karte „nachvollziehbar“.
Anfang reagiert nach Platzverweis
Anfang, der für beide Mannschaften gespielt hat und vor den Düsseldorfern auch den FCK trainierte, nahm Christian Rasmussen vom Feld, um mit Jesper Daland die Abwehr aufzufüllen. Fortan war es ein Spiel auf ein Tor, aber vorerst ohne ganz große Lauterer Chancen. Maxwell Gyamfi (42.) hätte per Kopf nach einem Eckball treffen können.
Für die Lauterer blieb es nach der Halbzeitpause zäh, aus viel Ballbesitz und etlichen Pässen wurden zu wenige Torszenen. Naatan Skyttä sollte dies als Joker ändern, der Finne war von einer Länderspielreise nach Neuseeland noch geschwächt – dann machte jedoch Rasmussen per Kopf sein erstes Zweitligator.
Das Spiel war damit quasi entschieden, Sahin und Hanslik legten noch nach. Anfang ärgerte sich vor allem über die Art und Weise der Gegentore: „Wir kriegen zwei Konteraktionen, wo wir wissen, dass das in Unterzahl nicht passieren darf. Das ist einfach nicht gut, das muss man einfach sagen.“
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