Kein Tag vergeht ohne Neues zur Doping-Saga rund um die russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa gibt. So soll ihre Doping-Probe nun sogar weitere Mittel enthalten. (News: Alle aktuellen Infos zu Olympia 2022)
Im Einzel am Dienstag trat mit Anastasiia Shabotova eine Eiskunstläuferin an, die vor drei Jahren bereits solche Praktiken im russischen Team andeutete.
In einem Instagram Live, wo sie die Fragen ihrer Follower beantworte, äußerte sie diese Vorwürfe mit harten Folgen für ihre Karriere.
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Harte Kritik in Russland
So sagte die damals 13-Jährige: „Wie man konstant Leistung bringt? Du musst eine ganze Menge Doping schlucken und schon bringst Du konstant Leistung. Das ist es. Du musst einfach eine ganze Menge Doping schlucken.“
Als die Nachfrage kam, ob alle Athleten in ihrem Trainingszentrum dopen würde, antwortete sie: „Natürlich tun sie das!“ (DATEN: Alle Ergebnisse bei Olympia 2022)
Ihre Aussagen blieben dabei nicht ohne Folgen. Sie wurde massiv kritisiert von Trainern, Funktionären und anderen Athleten. Zudem erhielt sie eine Einladung von der Moskauer Stadtverwaltung zu einem klärenden Gespräch.
Wechsel in die Ukraine
Zwar entschuldigte sich Shabotova auf Instagram und sprach von „Frustration, weil ich meinen letzten Wettkampf verloren habe“.
Das Verhältnis zu ihrem Geburtsland war aber nicht mehr zu kitten. So stellte sie im Mai 2019, also rund vier Monate nach dem Vorfall, den Antrag, für die Ukraine – und damit dem Land ihrer Mutter – starten zu dürfen.
Die Eiskunstlauf-Vereinigung aus Moskau stimmte dem Nationenwechsel einstimmig zu.
Seither hat sich die mittlerweile 16-Jährige, die auch im Einzel bei den Olympischen Winterspielen an den Start ging, nicht mehr zum Thema Doping in Russland geäußert – auch nicht nach dem positiven Test von ihrer ehemalige Teamkollegin Walijewa.