San Marino hat etwa so viele Einwohner wie das sächsische Städtchen Radebeul, im Fußball gegen Deutschland schon mal 0:13 verloren und auch bei Olympia noch nicht viel gerissen – bis zum gestrigen Mittwoch!

Denn am fünften Wettkampftag in Tokio schlug die Stunde der San-Marinesin Alessandra Perilli – und damit auch ihrer knapp 34.000 Landsleute der von Italien umgebenen Mini-Nation. (Olympia 2021: Alle Entscheidungen im SPORT1-Liveticker)

Perilli holt erste Medaille für San Marino

Im Trap-Wettbewerb der Schützinnen holte Perilli die Bronzemedaille. Es ist das erste Edelmetall überhaupt bei Olympischen Spielen für San Marino bei der 24. Teilnahme der Republik an den Spielen.

„Träume werden wahr. Alessandra Perilli hat Geschichte geschrieben!“, schrieb das Nationale Olympische Komitee von San Marino auf Facebook.

Für Perilli bedeutet die Bronzemedaille auch eine persönliche Genugtuung. Denn vor neun Jahren in London war sie schon einmal ganz nah dran an einer Medaille. Im Stechen um Platz zwei zog sie damals aber gegen zwei Konkurrentinnen den Kürzeren und landete am Ende auf dem undankbaren vierten Rang.

Vier Jahre später in Rio verpasste sie das Finale.

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