Trauer um Ex-Top-Biathlet Tschepikow

von SPORT1
Trauer um Ex-Top-Biathlet Tschepikow

Der zweimalige russische Olympiasieger Sergei Tschepikow ist im Alter von 59 Jahren verstorben.

Der russische Biathlonsport trauert um Sergei Tschepikow. Der zweimalige Olympiasieger und zweimalige Gesamtweltcupsieger ist im Alter von 59 Jahren nach langer Krankheit gestorben, wie der russische Biathlonverband am Donnerstag mitteilte.

Tschepikow prägte über einen bemerkenswert langen Zeitraum von rund zwei Jahrzehnten die internationale Szene und gehörte zu den herausragenden Athleten seiner Generation. Der Verband würdigte ihn als Titelträger, Mentor und Inspirator, dessen Beitrag zur Entwicklung des russischen Biathlons von unschätzbarem Wert sei.

Olympische Medaillen auf zwei Wegen

Seinen ersten Olympiasieg feierte Tschepikow 1988 in Calgary mit der Staffel der Sowjetunion, im Sprint holte er zudem Bronze. Sechs Jahre später feierte er in Lillehammer seinen zweiten Olympiasieg im Sprint. Insgesamt startete er bei sechs Olympischen Winterspielen: fünfmal im Biathlon und einmal im Skilanglauf. Neben zwei Goldmedaillen stehen bei den Spielen drei Silber- und eine Bronzemedaille zu Buche.

Im Winter 1990 entschied Tschepikow die Gesamtwertung des Weltcups für sich – als erster sowjetischer bzw. russischer Athlet. Im Jahr darauf verteidigte er seinen Titel, knapp vor dem späteren deutschen Bundestrainer Mark Kirchner. Bei Weltmeisterschaften gewann er dreimal Gold.

Nach seinem Wechsel in den Skilanglauf trat er 1998 auch in dieser Disziplin bei Olympia an, ehe er nach einem zwischenzeitlichen Rücktritt in den Biathlon zurückkehrte – und Erstaunliches leistete: 2004 gelang ihm nach zehn Jahren nochmal ein Weltcupsieg in Antholz, 2006 gehörte er mit damals 39 Jahren zur olympischen Silber-Staffel von Turin.

Tschepikow, der mit seiner früheren Biathlon-Kollegin Jelena Melnikow verheiratet war, beendete 2007 mit 40 Jahren endgültig seine aktive Karriere.


Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.