Rad-EM: Niedermaier beim Sieg von Vollering Fünfte
Die 23-Jährige Antonia Niedermaier wird in der Zielkurve unglücklich von einem Sturz der Konkurrenz ausgebremst und verpasst eine Medaille knapp.
Die deutschen Radfahrerinnen haben bei der EM in Slowenien im Straßenrennen eine Medaille verpasst. Beim Sieg der niederländischen Weltmeisterin und Titelverteidigerin Demi Vollering belegte Antonia Niedermaier (23) als beste Deutsche Platz fünf (+0:15 Minuten). Franziska Koch, die noch vor knapp zwei Wochen WM-Bronze im Einzelzeitfahren gewonnen hatte, wurde Achte (+1:55). Silber gewann Vollerings Landsfrau Puck Pieterse, Bronze ging an Marlen Reusser aus der Schweiz.
In dem Rennen über 129,9 Kilometer von der slowenischen Hauptstadt Ljubljana bis nach Sencur waren Niedermaier, Roubaix-Siegerin Koch (26) sowie Liane Lippert (28) bis knapp 15 Kilometer vor dem Ziel in der Spitzengruppe dabei. Dann setzte Vollering die entscheidende Attacke. Niedermaier hielt bis zuletzt in der Verfolgergruppe mit, wurde aber von einem Sturz der Polin Kasia Niewiadoma in der Schlusskurve ausgebremst.
Nach Niedermaier und Koch kam Lippert als 20. (+2:41) ins Ziel. Der deutsche Radsportverband German Cycling hatte dasselbe Team wie zuletzt bei der WM in Montréal ins Rennen geschickt. Die letzte EM-Medaille für Deutschland im Straßenrennen gab es 2021, bei den Titelkämpfen in Trentino gewann Lippert Silber.
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Die Männer absolvieren ihr Rennen am Sonntag (12.30 Uhr/Eurosport). Deutschlands Topfahrer Florian Lipowitz fehlt dabei wie erwartet. Nach seinem Sturz bei der Frankreich-Rundfahrt im Juli war er erst kürzlich ins Renngeschehen zurückgekehrt und verzichtete am Samstag kurzfristig auch auf den Start beim Giro dell’Emilia in Italien.