Slowakei in Not: Masseur startet bei der WM
Verrückte Situation bei der Straßenrad-WM: Weil mehrere Fahrer nicht zur Verfügung stehen, geht die Slowakei einen kuriosen Weg.
Kuriosum bei der Straßenrad-WM in Montréal: Angesichts drohender Konsequenzen geht die von mehreren Ausfällen gebeutelte Nationalmannschaft der Slowakei mit ihrem Teammasseur im Männerrennen an den Start.
Für Vladimir Kovacik ergibt sich somit womöglich die Chance seines Lebens, wenn der 28-Jährige am Sonntag (15 Uhr) zum Abschluss der Titelkämpfe in Kanada mit den Stars um Remco Evenepoel losrollt.
„Unsere Teilnahme wird rein formaler Natur sein. Wir werden durch eine Person vertreten sein, die hier ist, die die Voraussetzungen formal erfüllt und eine Lizenz besitzt“, sagte Nationaltrainer Jakub Vanco bei Sportnet. Ansonsten hätten dem Verband, der vier Startplätze zur Verfügung hatte, spürbare Konsequenzen gedroht.
Teammasseur war einst selbst Radprofi
Wäre die Slowakei ohne Starter ins Rennen gegangen, wäre die nationale Meisterschaft zurückgestuft worden. Die Anzahl der verfügbaren Ranglistenpunkte hätte sich somit verringert. „Für den Landesmeister würde sich die Punktzahl halbieren, für den Zweitplatzierten würde sie um fast zwei Drittel sinken“, erklärte Vanco.
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Da zahlreiche Fahrer aus verschiedenen Gründen ausfielen und bis zur Nominierungsfrist am 11. September kein Ersatzfahrer gefunden wurde, sprang nun also Kovacik ein, der vor einigen Jahren immerhin noch selbst aktiv war. Sein letztes Rennen bestritt er allerdings vor neun Jahren.