Verstappen dachte an Rücktritt
Verstappen verrät Gründe für Verlängerung
Der Niederländer bleibt bis 2030 bei den Österreichern. Doch auch ein Rücktritt swirrte im Kopf herum.
Für Max Verstappen war vor der Vertragsverlängerung bei Red Bull ein Ausstieg aus der Formel 1 offenbar eine ernsthafte Option. Er habe „wahrscheinlich eher kurz vor dem Rücktritt als vor einem Wechsel zu einem anderen Team“ gestanden, erklärte der viermalige Weltmeister am Donnerstag in Zandvoort: „Nach den ersten paar Rennen habe ich zu Laurent (Mekies, Teamchef, d. Red.) gesagt: ‚Komm mir nicht mit all diesen Fragen zur Zukunft, denn ich weiß noch nicht einmal, ob ich überhaupt bleiben will.’“
Verstappen gilt als schärfster Kritiker der neuen Formel 1, die auf Motoren mit hohem Elektroanteil setzt. Zu Beginn der Saison hatte er nach dem Großen Preis von Japan in Suzuka öffentlich mit einem frühzeitigen Rücktritt aus der Königsklasse gedroht. Nun unterschrieb Verstappen ein bis 2030 gültiges Arbeitspapier bei den Österreichern.
Verstappen dachte an Rücktritt
Die Regeln würden „langsam etwas besser werden“, sagte Verstappen vor seinem Heimspiel in Zandvoort (Sonntag, 15.00 Uhr MESZ/RTL und Sky): „Ich bin bereit, damit zu leben, und hoffentlich eröffnet sich bis 2030 mit der Einführung der V8-Motoren möglicherweise eine neue Chance.“
Der Automobil-Weltverband FIA darf das technische Reglement ab 2031 wieder selbst vorgeben, für Änderungen ab 2030 benötigt dieser die Zustimmung der Hersteller. Der Weltverband und Präsident Mohammed Ben Sulayem wollen V8-Motoren mit einem nur noch kleinen Hybrid-Anteil einführen.
Er „akzeptiere die Situation, in der wir uns alle befinden“, sagte Verstappen, der vor dem vorerst letzten Rennen in den Niederlanden nur auf Rang sechs in der WM liegt, „und versuche einfach, das Beste daraus zu machen“.
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Die Formel 1 hatte das seit 2014 aktive Hybridkonzept zu dieser Saison deutlich nachgeschärft, beinahe die Hälfte der Leistung kommt derzeit aus der Batterie. Dies führt in der Praxis aber zu Energiemangel, in den kommenden beiden Jahren soll der Verbrenner daher schrittweise wieder 60 Prozent der Leistung liefern.