Kabayel: Repräsentiere Deutschland „mit Stolz“
Der Bochumer sieht sich als gutes Beispiel für Integration in Deutschland. Er steigt Ende November wieder in den Ring.
Mit seinem Weg bis in die Weltspitze des Schwergewichts will Box-Weltmeister Agit Kabayel auch zahlreichen Kindern mit Migrationshintergrund in Deutschland Mut machen. „Wir können ein gutes Vorbild sein für die Jugend“, sagte der Bochumer mit kurdischen Wurzeln im DAZN-Interview. Er sei „das beste Beispiel“ für gute Integration in Deutschland, so Kabayel.
Kabayel findet es dabei bedauerlich, dass ihn zahlreiche Menschen in den Sozialen Medien nach der Ernennung zum WBC-Weltmeister im Schwergewicht nicht als „deutschen“ Weltmeister anerkannt hätten. „Sehr viele Leute haben diskutiert und sich gestritten in den Kommentaren. Das fand ich sehr, sehr schade. Dass man das überhaupt noch hinterfragt, dass Kabayel zu Deutschland gehört“, sagte der 34-Jährige.
Kabayels Eltern waren Ende der 80er-Jahre aus der Türkei nach Deutschland gekommen, Kabayel wurde in Leverkusen geboren und wuchs in Bochum-Wattenscheid auf. Er repräsentiere Deutschland „mit Stolz“, sagte Kabayel, seine Familie habe dem Land „so viel in unserem Leben zu verdanken.“
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Kabayel, der erste deutsche Schwergewichtsweltmeister seit Ikone Max Schmeling vor fast 100 Jahren, steigt am 28. November im Fußballstadion von Düsseldorf in den Ring. Vor über 40.000 Zuschauern verteidigt er erstmals seinen WM-Gürtel. Gegner ist der Albaner Nelson Hysa.