Nagelsmann zu Manchester United? Kahn hat große Bedenken

Nagelsmann? "Würde ich mir als Leipzig nicht geben"
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Nagelsmann? "Würde ich mir als Leipzig nicht geben"

Die Luft für Michael Carrick bei Manchester United wird immer dünner. Nun soll der Klub Julian Nagelsmann als möglichen Nachfolger auserkoren haben. Oliver Kahn mahnt den Deutschen jedoch vor diesem Schritt.

Steht Julian Nagelsmann bald bei Manchester United an der Seitenlinie? Nach übereinstimmenden Informationen des Telegraph und von TalkSport soll der ehemalige deutsche Nationaltrainer einer der Kandidaten sein, die bei den „Red Devils“ hoch im Kurs stehen, sollte sich der Klub von Michael Carrick als Manager trennen.

Nagelsmann sei den Berichten zufolge offen für die Stelle beim englischen Rekordmeister, der mit der schmachvollen 1:4-Niederlage am Mittwoch in der Champions League gegen Como noch tiefer in die Krise stürzte.

Julian Nagelsmann ist aktuell ohne Anstellung
Julian Nagelsmann ist aktuell ohne AnstellungJulian Nagelsmann ist aktuell ohne Anstellung© IMAGO/pepphoto

Nagelsmann zu United? „Keine einfache Situation“

„Aus seiner Sicht ist das keine einfache Situation“, beurteilte Torwart-Legende Oliver Kahn die Gerüchte um den 39-Jährigen in der Sendung „Triple“ bei RTL/Sky Sport. „Er ist nicht derjenige, der die ganz großen Erfahrungen hat, gerade was ausländische Teams anbelangt. Und Manchester United ist nicht dafür bekannt, Kontinuität auf der Trainerposition in den letzten Jahren gehabt zu haben.“

Seit 2021 saßen bereits sechs verschiedene Übungsleiter auf der roten Manchester-Bank, darunter auch Nagelsmanns Landsmann Ralf Rangnick. Nagelsmann selbst wiederum war noch nie außerhalb Deutschlands tätig. Nach sieben sieglosen Spielen in Serie (drei Remis, vier Niederlagen) wird die Kritik am aktuellen United-Coach Carrick indes immer lauter.

Kahn warnt Nagelsmann vor schwieriger Aufgabe

Kahn, der Nagelsmann einst als Trainer zum FC Bayern geholt hatte, mahnte den 39-Jährigen, seinen nächsten Karriereschritt gut abzuwägen: „Er muss sich schon fragen: Was ist mein nächster Schritt? Muss der sitzen? Oder verbinde ich den gleich mit so einem enormen Risiko wie bei Manchester United, wo im Grunde jeder Trainer in den letzten Jahren früher oder später gescheitert ist?“

Dem einstigen Spitzenklub aus Manchester fehlt seit Jahren sowohl national als auch international die Konstanz. Den letzten Premier-League-Titel gab es 2013, damals noch unter Trainerlegende Sir Alex Ferguson. Sowohl Stadtrivale City als auch der FC Liverpool und der FC Arsenal haben dem Klub sportlich längst den Rang abgelaufen.

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In der vergangenen Saison führte Carrick, der selbst über 300 Pflichtspiele für die „Red Devils“ absolvierte, den Klub nach drei Jahren Pause zurück in die Champions League.

„Man sollte sich genau anschauen, wo man hingeht“

Doch nach dem sehr enttäuschenden Saisonstart ist die Stimmung am Old Trafford bereits wieder getrübt – erneut könnte ein Manager nach nicht mal einem Jahr seinen Hut nehmen. Dem Bericht des Telegraph zufolge soll United auch den Namen Antonio Conte intern diskutiert haben – Nagelsmann wurde jedoch im Vergleich zum aufbrausenden Italiener als passendere Option auserkoren, heißt es.

Ob der bereit ist, einen solchen Job zu übernehmen? „Man sollte sich schon genau anschauen, wo man da hingeht“, warnte Kahn. „Nach Alex Ferguson ist die Geschichte eine schwierige. Sie hatten große Trainer, die da keinen Schritt weitergekommen sind.“

Absprechen wollte der einstige Welttorhüter Nagelsmann das Vorhaben aber auch nicht: „Wenn Julian davon überzeugt ist, dass er derjenige ist, der Manchester United wieder in die Erfolgsspur bringt, dann soll er es versuchen.“

Trainer in der Premier League: Wird Nagelsmann der fünfte Deutsche?

Roman Weidenfeller, der ebenfalls zu Gast in der Sendung war, fügte hinzu: „Ich glaube schon, dass die deutschen Trainer vom Status her, gerade Julian Nagelsmann, im Ausland sehr beliebt sind.“

Mit Fabian Hürzeler (Brighton), Daniel Farke (Leeds), Marco Rose (Bournemouth) und Matthias Jaissle (Newcastle) stehen bereits vier Deutsche an den Seitenlinien der Premier League.

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