Manchester City droht neuer Ärger
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Die Liga hält Manchester City des Multi-Millionen-Betrugs schuldig, nun könnte sich auch die Steuerbehörde für den Fall interessieren.
Manchester City droht nach dem Schuldspruch durch die Premier League im Finanzskandal nun offenbar auch Ärger mit dem Finanzamt.
Die Erkenntnisse aus dem Verfahren gegen den Klub sollen nach Ansicht der Vorsitzenden eines parteiübergreifenden Ausschusses britischer Abgeordneter von der Steuerbehörde HM Revenue and Customs (HMRC) geprüft werden.
Citys Scheinverträge im Steuerfokus
Laut eines Berichts der Organisation Tax Policy Associates könnte City durch Scheinverträge Einkommensteuer und Sozialversicherungsbeiträge nicht abgeführt haben. Meg Hillier, Vorsitzende des Finanzausschusses, erklärte, sie würde „eine Zusicherung der HMRC begrüßen, dass Ihnen die Bedeutung dieser Fragen und das öffentliche Interesse an diesem Fall bewusst sind“.
Die Premier League hatte zuletzt nach einem jahrelangen Verfahren festgestellt, dass Manchester City über einen Zeitraum von neun Spielzeiten „schwerwiegende Verstöße gegen die Finanzregeln“ der Liga begangen habe. Unter anderem sollen über Scheinverträge Kosten von rund einer Milliarde Euro verschleiert worden seien. Der Klub weist die Vorwürfe zurück.
Auch der englische Verband FA prüft den Fall
Unterdessen schaltete sich auch der englische Fußball-Verband FA in den Fall ein. „Die Entscheidung der unabhängigen Kommission hat erhebliche Auswirkungen auf die Integrität des Spiels“, erklärte die FA in einer Stellungnahme am Freitag: „Wir prüfen die Entscheidung und ihre Folgen derzeit sorgfältig und werden gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen.“
Konkrete Schritte nannte der Verband zunächst nicht. Das Verfahren zwischen der Liga und dem Klub um einen Multi-Millionen-Betrug sei weiterhin anhängig. Deshalb werde die FA zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Kommentare abgeben. Die weitere Entwicklung werde man jedoch „genau beobachten“.