Konsequenzen nach Haaland-Tor
Der nächste VAR-Skandal erschüttert die Premier League
Schiedsrichter-Chef Howard Webb ärgert sich maßlos über die Fehlentscheidung im Manchester-Derby und kündigt Konsequenzen an.
Englands Schiedsrichter-Chef Howard Webb ist „wirklich enttäuscht“ über die VAR-Fehlentscheidung beim Siegtor durch Stürmerstar Erling Haaland im Manchester-Derby am vergangenen Wochenende zwischen United und City (0:1).
„Dieses Tor hätte nicht zählen dürfen“, bekannte Webb in der Sendung „Match Officials: Mic’d Up“.
In der fraglichen Szene hatte Schiedsrichter Michael Oliver dem Treffer zunächst wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung die Anerkennung versagt. Der Video Assistant Referee (VAR) Matt Donohue und sein Kollege Blake Antrobus schalteten sich jedoch ein und bewerteten Haalands Position als regulär.
„Wir haben uns an Manchester United gewandt“
Grund dafür war die Schuhspitze von United-Verteidiger Patrick Dorgu. Übersehen wurde allerdings die (passive) Abseitsposition von City-Profi Enzo Fernández, der aktiv ins Spielgeschehen eingegriffen hatte. Die Schiedsrichterkommission hat den Fehler ebenfalls bereits eingeräumt.
Die Schiedsrichter seien „sehr stolz auf ihre Arbeit, und es schmerzt sie natürlich sehr, dass sie in dieser Situation versagt haben“, sagte Webb und kündigte Konsequenzen an: „Sie werden erst nach der Länderspielpause wieder Spiele leiten. Wir haben uns an Manchester United gewandt und den Fehler eingeräumt, so wie wir es tun, wenn solche Dinge passieren.“
Webb versprach: „Wir werden den Vorfall analysieren, darüber nachdenken und versuchen, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, um zu verhindern, dass sich eine solch ungewöhnliche Art von Fehler wiederholt.“
United-Teammanager Michael Carrick hatte sich nach dem Spiel „fassungslos“ über die Fehlentscheidung gezeigt.