ManCitys Ex-Boss fordert Zwangsabstieg
Premier League verkündet Urteil im ManCity-Skandal
Für den früheren Vereinschef David Bernstein erscheint auch ein Zwangsabstieg als angemessen.
Im Finanzskandal um Englands Fußball-Vizemeister Manchester City hat der frühere Vereinsvorsitzende David Bernstein für den Fall eines endgültigen Schuldspruch den Zwangsabstieg der Himmelblauen gefordert.
„Die Sanktionen dürfen nicht nur finanzieller Natur sein, sie müssen weit darüber hinausgehen. Wenn die Berufung des Klubs scheitert, kann City nicht in der Liga bleiben“, sagte Bernstein der britischen BBC.
Bernstein findet drastische Worte
Vor Bernsteins Interview hatte die Premier League mitgeteilt, dass ManCity wegen schwerwiegender Verstöße gegen finanzielle Regularien von 2009 bis 2018 in den meisten Anklagepunkten für schuldig befunden worden sei. Der Strafenkatalog beinhaltet heftige Sanktionen von der einer hohen Geldstrafe bis hin zum Zwangsabstieg oder zur Aberkennung mehrerer Titel.
Für die Einordnung der Vorgänge beim früheren Champions-League-Gewinner fand Bernstein, Citizens-Boss von 1998 bis 2003 und später zwei Jahre lang an der Spitze des englischen Verbands FA, nur drastische Worte.
„Es ist sehr, sehr ernst. Ich finde es schrecklich. Es geht um einen Fußballverein, der Teil einer Liga ist, und die gesamte Glaubwürdigkeit der Liga steht auf dem Spiel“, meinte der 83-Jährige: „Es handelt sich um eine tief verwurzelte Form von Betrug, und wenn es so ist, ist dies etwas so Ernstes, dass es über die Fußballbehörden hinausgeht.“