Bayern-Leihspieler Bryan Zaragoza bekommt in Spanien Hass ab
Zaragoza über Bayern-Zeit: "Besser, ich schweige"
Bryan Zaragoza trifft gegen das Team aus seiner Heimatstadt und bekommt unerhörte Rufe ab. Die Bayern-Leihgabe ist sich keiner Schuld bewusst.
Bryan Zaragoza ist während des LaLiga-Spiels mit Espanyol Barcelona beim FC Málaga mit Hasstiraden bedacht worden. Der spanische Leihspieler des FC Bayern zog sich den Unmut der Heimfans mit seinem Treffer zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung zu. Die Partie endete 1:1.
In der 13. Minute ließ Zaragoza zwei Gegenspieler aussteigen und traf mit einem sehenswerten Schuss ins kurze Eck – anschließend bejubelte der 25-Jährige seinen ersten Saisontreffer euphorisch vor den gegnerischen Fans.
Diese reagierten prompt und bedachten ihn mit unflätigen Rufen und Pfiffen. Zaragoza, der in Málaga geboren ist, legte sich später noch mit einem Gegenspieler an, die Situation auf den Rängen eskalierte endgültig: „Bryan, stirb“ war im Estadio La Rosaleda zu hören.
Bayern-Leihgabe Zaragoza zeigt sich verwundert
Der vom FC Bayern bis ans Ende der Saison verliehene Zaragoza war sich nach dem Spiel keiner Schuld bewusst. Gesagt sei jedoch: Mit Málaga verbindet ihn eine Vorgeschichte, denn der Klub aus seiner Heimatstadt wollte ihn einst trotz eines Probetrainings in jungen Jahren nicht verpflichten.
„Es war keine Botschaft an die Zuschauer. Ich respektiere den Verein, aber ich habe hier noch nie gespielt und schon lange kein Tor mehr geschossen – und wenn ich ein Tor schieße, werde ich es feiern“, sagte er nach der Partie. Er habe das Tor seiner Frau und seinem Sohn gewidmet. Sollte sich jemand beleidigt gefühlt haben, „entschuldige ich mich.“
Er respektiere Málaga, „weil es der Verein meiner Stadt ist, aber wenn ich ein Tor schieße, warum darf ich dann nicht jubeln? Ich verstehe die Wut auf mich nicht. Ich habe nichts Falsches getan.“
„Sie haben sich geirrt“
Zwischen den Zeilen war aber herauszuhören, dass er die Absage von Málaga zumindest noch im Hinterkopf hat: „Ich hätte hier spielen können, aber sie wollten mich nie. Sie haben sich geirrt.“
Zaragoza, der beim FC Bayern nie wirklich eine Rolle gespielt hat, wurde in der 73. Minute ausgewechselt, den späten Gegentreffer verfolgte er von der Seitenlinie. In der 93. Minute traf Adrián Nino für die Hausherren zum Ausgleich.
„Beschissen, total beschissen“, sagte er dazu: „Wir gehen mit einem sehr schlechten Nachgeschmack nach Hause, weil das Tor praktisch in der allerletzten Spielszene fiel.“ Málaga liegt in LaLiga nach acht Spielen mit vier Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz.