„Haben Bock“: Kiel fordert Meister Magdeburg

von SID
„Haben Bock“: Kiel fordert Meister Magdeburg

Der Rekordmeister tritt beim Titelverteidiger an. Nach dem Remis gegen Flensburg wollen die Zebras ihre Entwicklung vorantreiben - mit einem Sieg.

Der Rekordchampion fordert den Meister, der Zweite will beim Dritten siegen: Nach dem umkämpften Nordderby gegen Flensburg fährt der THW Kiel mit neuer Energie zum Bundesliga-Topspiel beim SC Magdeburg. Die noch ungeschlagenen Zebras freuen sich auf die Partie am Mittwoch (19.00 Uhr/Dyn) und wollen sich von der Atmosphäre in der mit 6600 Zuschauern ausverkauften Getec-Arena nicht beeindrucken lassen.

„Wir haben uns vorgenommen, uns davon nicht provozieren zu lassen und die Ruhe zu bewahren“, sagte Rückraumspieler Eric Johansson: „Auswärts in Magdeburg zu bestehen, ist für uns in dieser Findungsphase mit den neuen Spielern und unserem neuen Trainer eine große Herausforderung. Aber wir haben Bock darauf!“ In der vergangenen Spielzeit war der THW die einzige Mannschaft, gegen die Magdeburg nicht gewinnen konnte. Das ursprünglich für Dezember vorgesehene Duell wurde wegen einer anderweitigen Belegung der Halle vorgezogen.

Nach dem 31:31 gegen Flensburg mit dem viel diskutierten Videobeweis in den Schlusssekunden bleibt für die Kieler Mannschaft des neuen Trainers Börge Lund kaum Zeit zur Aufarbeitung. „Flensburg war unser erstes Spiel gegen eine Weltklasse-Mannschaft. Es hat gezeigt, dass wir in unserer neu zusammengebastelten Mannschaft die Qualität haben, um auch gegen solch ein Team zu bestehen“, sagte Lund. Trotzdem habe man sehen können, dass man noch nicht die Stabilität habe, um dieses Niveau über 60 Minuten zu halten. „Das ist ein Prozess, in dem die Mannschaft mittendrin ist. Wir sind auf einem gesunden Weg. Das, was wir gegen Flensburg investiert haben, war nicht umsonst. Wir nehmen das mit nach Magdeburg und in die dann folgenden Spiele.“

Magdeburg hat in dieser Saison bislang eine Liga-Niederlage kassiert und rangiert in der Tabelle mit 10:2 Punkten einen Zähler hinter den Kielern. Nach Erfolgen gegen den VfL Gummersbach und die Füchse Berlin verlor der SCM bei der MT Melsungen mit 34:37. Zuletzt setzte sich das Team von Trainer Bennet Wiegert mit 33:24 gegen Aufsteiger SG BBM Bietigheim durch. Der Magdeburger Respekt vor den Kielern ist groß, das eigene Selbstvertrauen aber noch größer. „Kiel macht das dieses Jahr richtig gut und hat eine starke Mannschaft“, sagte Rückraumspieler Gisli Kristjansson: „Aber wir machen auch einen guten Job, deswegen werden wir das auch gewinnen.“