DFB-Noten: Youngster-Trio überzeugt, einer fällt ab

"Sehr verrückt!" DFB-Neuling kann sein Glück nicht glauben
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"Sehr verrückt!" DFB-Neuling kann sein Glück nicht glauben

Deutschland kommt in der Nations League nicht über eine Nullnummer in Griechenland hinaus. Mehrere Youngster überzeugen dennoch, während ein Verteidiger abfällt. Die SPORT1-Noten.

Keine Tore im Toumba-Stadion in Thessaloniki! Das DFB-Team kommt nach der Niederlage im Hinspiel auch in Griechenland nicht über ein torloses Remis hinaus – und muss um den Einzug ins Nations-League-Viertelfinale bangen.

Die auf vier Positionen erneuerte deutsche Mannschaft zeigte insbesondere in der ersten Halbzeit positive Ansätze, ehe das Spiel immer mehr an Schwung verlor. Insbesondere drei Youngster wussten Pluspunkte zu sammeln. Einer der erfahreneren Spieler nutzte seine Chance hingegen nicht. Die Einzelkritiken von SPORT1.

Derry Scherhant überzeugte in Griechenland
Derry Scherhant überzeugte in GriechenlandDerry Scherhant überzeugte in Griechenland© IMAGO/Kirchner-Media

JONAS URBIG: Musste gleich nach 63 Sekunden in höchster Not retten, indem er nach Masouras‘ Kopfball blitzschnell nach unten tauchte und die DFB-Elf vor einem frühen Rückstand bewahrte. Hatte in der Folge deutlich weniger zu tun und musste erst nach einer Griechen-Ecke in der 50. Minute wieder eingreifen. Insgesamt ein sicherer Rückhalt, der keine Spur von Nervosität zeigte. SPORT1-Note: 2

Deutsche Innenverteidiger makellos

PHILIPP TREU: Im vierten Spiel unter Klopp das dritte Mal in der Startelf – eine Auszeichnung. Dieser Sonntagabend in Thessaloniki lief für ihn aber nicht reibungslos. Mit Karl wollte nicht die ganze große Chemie zustande kommen. Seine Fehlerquote war diesmal deutlich höher als in seinen anderen Länderspielen. In der 85. Minute hätte er zum Helden werden können, vergab aber aus kurzer Distanz – der war aber nicht leicht. Auch wenn es an diesem Abend nicht lief, darf er sich als Gewinner der vergangenen Wochen betrachten. SPORT1-Note: 4

WALDEMAR ANTON: Bei der griechischen Großchance in der 2. Minute war er zu weit weg. Gab ansonsten den seriösen und robusten Innenverteidiger, den man von ihm gewohnt ist. Dazu gehört es auch, dem Gegner etwas ruppiger zu begegnen – das tat der Dortmunder. Im Vergleich zum Spiel gegen Serbien beteiligte er sich aber seltener am Aufbauspiel, sondern war eher für die ruppigen Momente zuständig. SPORT1-Note: 2

DEINE MEINUNG

MALICK THIAW: Versuchte es immer wieder mit tiefen Bällen und legte in der Defensive die nötige Robustheit an den Tag. Hatte weitgehend keine Probleme, die Reihen zu schließen. Geriet nach der Pause immer wieder in intensive Zweikämpfe und machte dabei eine gute Figur. Wenn es für die DFB-Elf gefährlich wurde, konnte man sich auf ihn verlassen. Im Kampf um die Plätze in der Abwehr hat er Punkte gesammelt. SPORT1-Note: 2

DAVID RAUM: Rückte für Mittelstädt in die Anfangself und präsentierte sich als braver Arbeiter. Erstes Ausrufezeichen: Ein satter Torschuss nach einer deutschen Freistoß-Finte (25. Minute). Die restlichen Versuche fielen aber viel zu harmlos aus und auch die Zahl an Fehlpässen geriet zu hoch. SPORT1-Note: 5

ALEKSANDAR PAVLOVIC: Wirkte in seinen Aktionen größtenteils tiefenentspannt und strahlte im Zentrum die nötige Ruhe aus. Dass er erst 22 Jahre alt ist, ist ihm dann nicht anzumerken. Ganz große Impulse in der Offensive gelangen ihm im ersten Abschnitt aber auch nicht – zu seriös verteidigten die Griechen. In der 61. Minute ging er zu lässig zu Werke, musste sich von Thiaw helfen lassen, ehe er dann selbst ausbügelte. Anschließend war das griechische Publikum wieder präsenter, was in dieser Phase unnötig war. SPORT1-Note: 2,5

TOM BISCHOF: Hatte merklich Lust, mit Pavlovic & Co. auf engstem Raum zu kombinieren – oftmals wurde es aber viel zu eng für solche Spielereien. Insgesamt erwischte er einen deutlich schlechteren Tag als noch am vergangenen Donnerstag gegen Serbien. Gerade rund um die Halbzeitpause tauchte er zeitweise komplett unter. Seine weiten Bälle fanden obendrein zu selten ihr Ziel. Er wurde kurz vor Schluss ausgewechselt. SPORT1-Note: 4

Durchwachsene DFB-Offensive – doch einer ragt heraus

LENNART KARL: Wurde nach langem Warten von Klopp von der Kette gelassen und präsentierte sich hochmotiviert. Seine Aktionen fielen aber lediglich halbgar aus und auch so mancher Fehlpass war dabei. Nach der Pause dreht, dribbelte und wuselte er sich immer wieder in die Beine seiner Gegenspieler. Der Einsatz stimmte, bei der Umsetzung hakte es. Wurde nach einer guten Stunde ausgewechselt. SPORT1-Note: 3,5

FLORIAN WIRTZ: Gab diesmal von Anfang an den Kapitän und ging tatsächlich voran. Sammelte in der ersten Halbzeit zahlreiche Ballkontakte und war an entsprechend vielen Aktionen beteiligt. Hier wechselten sich aber Licht und Schatten ab. Bei seinem sehenswerten Kopfball hatte er das Pech, dass Burkardt im Weg stand (20. Minute). An diesem Abend musste er viel Verantwortung übernehmen, der ganz große Wirtz-Zauber blieb allerdings aus. SPORT1-Note: 3

DERRY SCHERHANT: In der Anfangsphase der auffälligste DFB-Kicker. Flanken, Dribblings und Abschlüsse – die ersten 45 Minuten gehörten ihm. Die perfekte Hereingabe zum nicht gegebenen Tor durch Burkardt (32. Minute) kam ebenfalls von ihm. Sein Schuss in der 65. Minute hätte zumindest aufs Tor gehen müssen – schade! Nach 83 Minuten war sein Arbeitstag beendet. SPORT1-Note: 2

JONATHAN BURKARDT: Bekam den Vorzug gegenüber Woltemade, der gegen die Serben enttäuscht hatte. Der 26-Jährige hatte zunächst Probleme, einige Aktionen verliefen unglücklich und obendrein wurde er getunnelt. Bei Wirtz‘ Kopfball stand er im Weg (20. Minute) und jagte später einen Ball unbedrängt ins Seitenaus (27. Minute). Erst kein Glück, dann Pech obendrein: Sein Tor in der 32. Minute wurde aufgrund eines Handspiels von Bischof in der Entstehung nicht gegeben. Eine durchwachsene Leistung des Frankfurters, die nach einer guten Stunde beendet war. SPORT1-Note: 4

NICK WOLTEMADE: Wurde in der 63. Minute für Burkardt eingewechselt. Machte nicht den Eindruck, als könne er der Partie noch den entscheidenden Dreh geben. Bemühte sich zwar und war an den deutschen Kombinationen beteiligt. Großer Ertrag sprang dabei nicht heraus. SPORT1-Note: 3,5

SAID EL MALA: Kam in Minute 63 für Karl ins Spiel und sorgte fünf Minuten später mit einer misslungenen Flanke für spöttischen Jubel und Applaus der griechischen Fans. Setzte teilweise zu Sprints an, die aber schnell unterbunden wurden. Seine Hereingaben fielen zu ungenau aus. SPORT1-Note: 4

MIKA BAUR: Durfte ab der 83. Minute für Bischof ran. SPORT1-Note: keine Bewertung

BAMBASÉ CONTÉ: Wurde in der 83. Minute für Scherhant eingewechselt. SPORT1-Note: keine Bewertung