Babbel stellt Kimmich im DFB-Team infrage
Beim Thema Kimmich wird Effe überdeutlich
Über Joshua Kimmichs Rolle in der Nationalmannschaft ist eine große Diskussion entbrannt. Der Europameister von 1996, Markus Babbel, bezieht klar Stellung und spricht sich gegen den aktuellen DFB-Kapitän aus.
Behält Joshua Kimmich seine Führungsrolle bei der deutschen Nationalmannschaft? Geht es nach Markus Babbel, droht die Situation für den 31-Jährigen zu kippen.
„Man kann Joshua Kimmich sicher den Willen nicht absprechen, im Gegenteil. Ich glaube aber, das ist sein größtes Problem: Er will zu viel“, sagte der Europameister von 1996 im Gespräch mit ran und erklärte: „Dadurch, so ist zumindest mein Gefühl, verzettelt er sich dann irgendwann mal auf dem Platz.“
Läuft ausgerechnet Pavlovic Kimmich den Rang ab?
Seiner Meinung nach muss ein Sechser vor der Abwehr sein und seinen Teamkollegen in der Innenverteidigung helfen, aber Kimmich wolle „auch noch den Spielmacher geben und so bekommst du schnell ein Problem in der Rückwärtsbewegung, wenn die Position nicht gehalten wird“.
Hierbei verwies Babbel auf Kimmichs Teamkollegen vom FC Bayern, Aleksandar Pavlovic, der für den zweiten Kader von Bundestrainer Jürgen Klopp berufen war und gegen Serbien sowie in Griechenland in der Startelf stand.
„Jetzt hat Aleks Pavlovic vor der Abwehr gespielt und einfach dort seinen Job gemacht – und im Gegensatz zu den letzten Spielen mit Kimmich spielst du auf einmal zu null“, hob der 54-Jähriger hervor.
Ohne Kimmich „hat man weniger Angst, dass hinten was passiert“
Mit Blick auf die künftigen personellen Entscheidungen von Klopp führte er weiter aus: „Da bin ich froh, dass ich nicht in der Haut des Bundestrainers stecke.“
Babbel betonte zwar, dass er die Fähigkeiten von Kimmich „wahnsinnig“ schätze und dass dieser seine Qualitäten beim FC Bayern häufig unter Beweis stellen würde, aber „andererseits hat man halt gemerkt: Wenn die anderen im Mittelfeld spielen, schaut es irgendwie immer ein bisschen runder aus. Und man hat weniger Angst, dass hinten was passiert.“