Traumhaftes Profidebüt! El-Mala-Bruder trifft nach sieben Minuten
Die furiose El-Mala-Gala im Video
Malek El Mala trifft bei seinem ersten Einsatz an der Seite seines jüngeren Bruders Said El Mala zum Endstand. Union verpasst einen wichtigen Sieg.
Malek El Mala hat dem 1. FC Köln bei seiner traumhaften Profi-Premiere einen Punkt bei Union Berlin gerettet. Der 21-Jährige traf bei seinem ersten Einsatz an der Seite seines jüngeren Bruders Said El Mala zum 1:1 (0:1)-Endstand, die Rheinländer wendeten so fünf Tage nach dem spektakulären 5:0-Zweitrundenerfolg im DFB-Pokal beim schnellen Wiedersehen mit den Köpenickern einen Rückschlag ab.
Malek El Mala traf bei seinem Bundesligadebüt nur sieben Minuten nach seiner Einwechslung (79.). „Es ist wie ein Märchen. Ich freue mich extrem für den Jungen, weil er seit Wochen hart arbeitet. Dass er sich mit seinem Profidebüt und einem so wichtigen Punkt für uns belohnt, freut mich umso mehr. Er hat es total verdient“, schwärmte Bruder Said nach dem Spiel bei DAZN.
Vereinsnegativrekord für den 1. FC Köln
Einen Vereinsnegativrekord konnte Malek El Mala jedoch nicht verhindern: Seit nun 17 Bundesliga-Gastspielen wartet der FC auf einen Sieg – der bislang letzte Erfolg in der Fremde datiert vom 3. Oktober 2025, als Köln die TSG Hoffenheim mit 1:0 geschlagen hatte. Eine solche Serie hatten die Rheinländer zuletzt in der Saison 2003/04 hingelegt.
Malek El Mala wird den 1. November 2026 dennoch in bester Erinnerung behalten. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es fühlt sich unbeschreiblich an, so kurz nach der Einwechslung zu treffen. Ich stand da, wo ein Stürmer stehen muss. Es war extrem wichtig für uns, dass wir hier noch einen Punkt mitnehmen. Ich kann einfach nur glücklich sein“, sagte er bei DAZN.
Janik Haberer (10.) war für die Berliner erfolgreich, die am Dienstag im DFB-Pokal in Köln noch unter die Räder gekommen waren und im Tabellenkeller steckenbleiben.
Union kam im Pokal in Köln unter die Räder
Vor der Partie war vor allem auf Unioner Seite die Motivation groß gewesen. Führungsspieler Rani Khedira hatte nach der Pokal-Blamage von einem „Systemabsturz“ gesprochen, in der Liga war das Team von Lustrinelli auf Wiedergutmachung aus. „Wir haben wirklich Bock, ganz anders aufzutreten“, hatte der Trainer im Vorfeld angekündigt. Wagner wollte sein Team darauf vorbereiten. Union werde „ein Stück weit Wut im Bauch“ haben, hatte der FC-Coach betont: „Dafür müssen wir gewappnet sein.“
Schon vor Anpfiff machten die beiden Fanlager auf den Rängen lautstark Stimmung. Auf dem Platz präsentierten sich die Unioner, angestachelt von der Pokal-Pleite, mit Zug nach vorne. Tim Skarke setzte sich an der Grundlinie gegen Paul Okon-Engstler und Keeper Marvin Schwäbe durch und brachte den Ball zu Haberer, der aus kurzer Distanz einschob.
Die Partie flachte in der Folge ab, Köln fand gegen die kompakte Defensive der Köpenicker keine Lösung. Auch das Offensivduo Said El Mala und Linton Maina, das maßgeblich für das Pokal-Aus der Berliner verantwortlich gewesen war, hatten die Gastgeber im Griff.
Doch auch Union erspielte sich kaum Möglichkeiten. Die größte Chance vereitelte Schwäbe, der den vielversprechenden Versuch von Livan Burcu an die Latte lenkte (42.). Die Statistik zur Halbzeit sprach Bände: Union verzeichnete offiziell zwei Schüsse auf das Tor, Köln keinen einzigen. Auch nach der Pause war das Spiel zunächst von harten Zweikämpfen und Fouls geprägt. Wagner brachte in der Schlussphase Malek El Mala – und der traf nach einer kurz ausgeführten Ecke eiskalt.
—–
Weitere News
Mit Sport-Informations-Dienst (SID)