0:7! Böse Klatsche für Werder Bremen hat Folgen
Die DFB-Tür ist längst nicht geschlossen
Werder Bremen geht im Testspiel bei Twente Enschede unter. Der Bundesligist kassiert sieben Gegentore.
Bei Werder Bremen schrillen nach einem desaströsen Testspiel bei Twente Enschede die Alarmglocken. „Es fällt mir unheimlich schwer, diesen Auftritt zu erklären“, sagte Trainer Daniel Thioune nach dem 0:7 (0:6) beim niederländischen Fußball-Erstligisten: „Wir haben einen Denkzettel bekommen, dass wir nicht ohne 100 Prozent Widerstandsfähigkeit, Bereitschaft und Qualität auftreten dürfen.“
Die heftige Pleite hat sogar Konsequenzen für die Profis, die nun am Tag der Deutschen Einheit doch trainieren müssen. Dabei wird rund um das Weserstadion eigentlich gefeiert. Die Spieler müssen sich deshalb bei der Anreise zum Training auf große Verzögerungen vorbereiten.
„Ich muss mich auch erstmal sortieren, bevor ich eine komplette Kabine auseinanderschraube. Es muss von mir sachlich und analytisch sein, und trotzdem hat die Mannschaft auch Emotionen abbekommen“, erklärte Thioune.
Vor allem in der ersten Halbzeit spielte Werder schwach und kassierte sechs Gegentreffer. Dabei begannen die Norddeutschen nahezu mit der Topelf. Niclas Füllkrug startete ebenso wie Amos Pieper, Arthur, Ludovit Reis, Mitchell Weiser oder Chuki. Auch Youri Regeer spielte. Ihm unterlief ein Eigentor (41.).
Dämpfer für Werder vor BVB-Duell
„Man kann schon sehr klare Worte finden, denn das war in Summe nicht gut. So können wir uns nicht präsentieren und das gilt es aufzuarbeiten“, sagte Peter Niemeyer, Leiter Profifußball der Bremer.
Bei dem Test durften auch die lange verletzten Felix Agu und Niklas Stark etwas Spielpraxis sammeln. Beide wurden noch in der ersten Halbzeit ausgewechselt.
Mut fürs nächste Bundesligaspiel am nächsten Freitag (20.30 Uhr) bei Borussia Dortmund macht der Auftritt nicht. „Ich habe gedacht, dass wir einen Schritt weiter sind und wissen, dass wir immer an unser Maximum kommen müssen, um leistungsfähig zu sein“, so Niemeyer.