Paderborns Marino mit rasantem Aufstieg: „Ohne Limit“
Innerhalb von anderthalb Jahren gelingt dem Pforzheimer der steile Aufstieg von der Drittklassigkeit bis zum Bundesligator.
Der nächste junge deutsche Stürmer für Bundestrainer Jürgen Klopp? Der 23 Jahre alte Stefano Marino musste lachen, als er nach seinem starken Bundesliga-Auftritt samt Tor für den SC Paderborn auf seine Nationalmannschaftsambitionen angesprochen wurde.
„Wir haben als Mannschaft das Ziel, Geschichte zu schreiben. Das ist erst mal ohne Limit. Und so gehe ich auch in mein Leben, dass ich da ohne Limits durch den Tag gehe“, sagte der frühere deutsche U20-Juniorennationalspieler nach dem 3:1 gegen die TSG Hoffenheim am Sonntag.
Mit einem beherzten Sprint war Marino dabei dem Hoffenheimer Innenverteidiger Ozan Kabak davongelaufen, ehe er wuchtig eine flache Hereingabe an der Fünfmeterlinie zum zwischenzeitlichen 2:0 verwertete.
„Seine Entwicklung ist krass. Er hat vor 16, 17 Monaten noch dritte Liga gespielt und schießt heute sein erstes Bundesligator – geil“, lobte Trainer Ralf Kettemann. Merino war im Sommer 2025 von der zweiten Mannschaft von Hannover 96 nach Ostwestfalen gekommen und hatte dort zum Aufstieg sechs Tore beigesteuert.
Der gebürtige Pforzheimer mit italienischen Wurzeln hatte als Juniorennationalspieler vor drei Jahren unter Hannes Wolf zwei Einsätze für den DFB gesammelt. Nach einigen Umwegen nahm er auf Vereinsebene in Paderborn nun wieder Fahrt auf. Dass seine Entwicklung noch nicht am Ende ist, betonte indes Förderer Kettemann nach Marinos Premierentor in der Bundesliga. „Ich weiß, dass er es besser kann. Er hat ein paar Umschaltmomente gemacht, die wir schon mit ihm besprochen haben, die er besser machen kann.“