Kein Bekenntnis zu Polanski
Schröder: Deswegen ist Klopp der Richtige
War's das für Eugen Polanski bei Borussia Mönchengladbach? Sportdirektor Rouven Schröder äußert sich nach der desaströsen Pleite in Freiburg vielsagend. Auch die TV-Experten melden Bedenken an.
Rouven Schröder, Sportchef bei Borussia Mönchengladbach, hat nach der herben 0:5-Klatsche beim SC Freiburg ein Bekenntnis zu Trainer Eugen Polanski vermieden.
„Das ist die berühmte Frage. Die müssen Sie stellen. Das weiß ich“, entgegnete Schröder Moderatorin Katharina Kleinfeldt auf die konkrete Frage, ob Polanski am kommenden Bundesliga-Wochenende noch auf der Bank sitzen wird, bei Sky: „Wir werden in uns gehen.“
Schröder: „Alle sind sehr deprimiert und niedergeschlagen“
Ein Bekenntnis sieht anders aus. Schröder kündigte Gespräche mit Polanski, der Mannschaft und dem Mannschaftsrat an: „Mit allen, die heute beteiligt waren. Ob wir so weitermachen wollen – in der Form. Wir müssen punkten. Das ist wichtig und da geht es nicht um Personen“, wurde der 50-Jährige deutlich.
„Alle sind sehr, sehr deprimiert und niedergeschlagen. Es ist wichtig, dass wir das sacken lassen und uns die richtigen Gedanken machen“, meinte Schröder: „Es ist wichtig, dass wir morgen ganz klar in die Analyse gehen. Es ist noch ein Spiel, dann sind drei Wochen Länderspielpause, und wir möchten nicht mit null Punkten in die Länderspielpause gehen.“
Zuvor hatte Schröder die Gesamtsituation eingeordnet und dabei kein Blatt vor den Mund genommen. „Wir waren chancenlos. Das muss nach drei Spielen auch ein Stück weit zu denken geben. Das ist nicht unser Anspruch. Alle versuchen ihr Bestes, aber im Endeffekt muss man wirklich sagen – das haben wir gerade nochmal intern gesagt – wir müssen uns nochmal besser dagegen stemmen. Das war heute ein sehr, sehr gebrauchter Tag“, sagte Schröder.
Experten sehen Polanski vor dem Aus
Auch Experte Dietmar Hamann zeigte sich skeptisch, was Polanskis Zukunft in Gladbach angeht. „Du hast keine Spiele zu verschenken. (…) Wenn sie zu dem Ergebnis kommen, dass sie den Trainer wechseln müssen, dann werden sie es – glaube ich – morgen machen und nicht erst nächste Woche“, sagte der 59-malige Nationalspieler.
Ex-Profi Erik Meijer wurde gar noch deutlicher: „Es wird eine sehr harte, direkte Analyse geben und ich vermute, dass es dabei einen Verlierer gibt. Und der saß bis heute als Trainer auf der Bank.“
Lothar Matthäus sprach derweil schon von einem „Sturm in Mönchengladbach“. Und was Polanski angeht? „Zurzeit wackelt der Stuhl richtig gewaltig. Ich glaube, da ist nicht mehr viel Zeit, um über den Trainer nachzudenken.“