Chaos in der Formel 1 – und das noch bevor der Große Preis von Montreal (LIVETICKER) überhaupt eröffnet wurde. Die Aufwärmrunde war absolviert und die Fahrer in der Startformation aufgereiht. Ein technisches Problem verzögerte den Start jedoch um einige Minuten.
Die roten Ampeln blieben ungewöhnlich lange an, weshalb sich die Rennleitung schnell einschaltete und eine weitere Aufwärmrunde anordnete. Auf Position neun war zudem Rookie Arvid Lindblad im Racing Bull stehen geblieben und musste das Rennen noch vor dem Start abbrechen.
Rennstart nach drei Aufwärmrunden
Doch damit waren die Probleme nicht gelöst. Lindblad musste aus der Startaufstellung zurück in die Boxengasse geschoben werden. Ehe es so weit war, stand das restliche Feld bereits wieder auf der Zielgeraden.
Die Folge? Eine weitere Aufwärmrunde. Doch damit nicht genug: Auch im dritten Anlauf erfolgte der Rennstart nicht. Stattdessen ging es für die Fahrer ein weiteres Mal gemächlich um den Kurs, ehe das Rennen tatsächlich beginnen konnte.
Maßgeblich beeinflusst wurde der Rennstart allerdings durch die schwierigen Wetterbedingungen, die bereits am Samstag befürchtet wurden. Ein starker Regen ließ auf sich warten, allerdings nieselte es weiter auf die kalte Strecke herab.
Desaster bei McLaren
Mercedes-Teamchef Toto Wolff prognostizierte vor dem Rennstart bereits bei Sky, dass die Bedingungen für eine rasante Abnutzung der Intermediate-Reifen sorgen würden. Unter anderem im Team McLaren entschied man sich dennoch, seine Fahrer auf den Positionen drei und vier auf den vielseitigen Reifen ins Rennen zu schicken. Ein schwerer Fehler!
„Es fühlt sich jetzt schon so an, als würde ich auf diesen Reifen ziemlich herumschwimmen“, funkte Oscar Piastri schon auf der ersten von drei Aufwärmrunden. Wenig später merkte er erneut an: „Es fühlt sich so an, als hätte der Regen aufgehört. Ich denke, es ist Zeit für Slicks, sollen wir reinkommen?“
Nach einem katastrophalen Rennstart zog der Australier die Reißleine, wechselte auf Medium-Reifen und fiel zwischenzeitlich auf den letzten Platz zurück. Teamkollege Lando Norris zog beim Start zwar fulminant an den beiden Mercedes-Piloten vorbei, bekam aber ebenfalls schnell Probleme und kam nach einem Boxenstopp in Runde drei auf Position 14 zurück auf die Strecke.
Der Abend wurde derweil noch düsterer. In Runde 15 räumte der Piastri den Williams von Alexander Albon in der Haarnadelkurve ab und erhielt wenig später eine Zehn-Sekunden-Strafe von der Rennleitung. Das Rennen beendete er auf Rang elf außerhalb der Punkte, Norris musste sein Auto nach einem Defekt zudem vorzeitig abstellen.