Lewis Hamilton hat seine Bestrafung im Anschluss an den Großen Preis der Formel 1 in Austin noch nicht gänzlich abgehakt. Der Mercedes-Star haderte zum Auftakt des Rennwochenendes in Mexiko mit der Entscheidung der Rennleitung, ihn nach seinem zweiten Platz zu disqualifizieren.

„Ich habe aus mehreren Quellen gehört, dass es viele andere Autos gab, die nicht regelkonform waren und die nicht getestet wurden, also kamen sie ungeschoren davon“, beschwerte sich Hamilton.

Lewis Hamilton sieht sich von der Formel 1 unfair behandelt

Der Brite sieht sogar die Gefahr, dass die Königsklasse des Motorsports dadurch generell Schaden nehmen könnte. „Es war niederschmetternd, weil es ein großartiger Tag und ein großartiges Rennen war. Wir machen mit diesem Sport fabelhafte Fortschritte, aber was nach dem USA-Rennen passiert ist, das ist lächerlich und trübt das Bild“, schimpfte der siebenmalige Weltmeister.

Er forderte deshalb Änderung. „Es muss eine bessere Struktur geben, um sicherzustellen, dass es in allen Bereichen fair bleibt“, betonte der 38-Jährige.

Hamilton war wie auch der Sechsplatzierte Charles Leclerc im Ferrari disqualifiziert worden, da der Unterboden ihrer Boliden nicht regelkonform war.

Mercedes hatte den Regelverstoß an Hamiltons Auto selbst eingeräumt. Als Grund nannte der Rennstall die Auswirkungen der außergewöhnlich unebenen Strecke auf den Unterboden sowie die fehlende Zeit, den Boliden nach dem Sprint am Vortag neu einzustellen und zu kontrollieren.

Mexiko-GP am Sonntag: Hamilton mit Wut im Bauch

Nicht alle Rennwagen werden von der Jury gleich intensiv geprüft. „Ich fahre hier seit 16 Jahren Rennen und es gab viele andere Szenarien wie dieses, bei denen einige Leute ungeschoren davongekommen sind, andere hatten Pech und wurden überprüft“, meinte Hamilton.

Entsprechend dürfte der Engländer auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez in Mexiko-Stadt (Rennen am Sonntag ab 21 Uhr im LIVETICKER) mit einer Portion Wut im Bauch unterwegs sein.