Ex-Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat sich in Umweltfragen für Alternativen starkgemacht – und sich deutlich gegen Verbote und Verzicht ausgesprochen.

„Ich finde es wichtig, nicht von Verbot und Verzicht zu reden, sondern die Alternativen hervorzuheben, und die gibt es ja oft schon“, erklärte der 36-Jährige beim Red-Bull-Magazin Red Bulletin. „Autos und Motorräder sind Kulturgut. Viel Gutes ist daraus entstanden. Wir sollten sie nicht abschaffen, sondern am Leben erhalten.“

Gelegentlich fahre auch er selbst mit seinen „alten Motorrädern“ nur zum Spaß durch die Gegend: „Das macht mir schon noch immer sehr viel Freude. Andererseits verstehe ich Menschen, die die Klimakatastrophe als existenzielle Bedrohung für sich begreifen. An diesem Balanceakt, mich nicht von einer Angst leiten zu lassen und den Moment genießen zu können, arbeite ich persönlich sehr stark“, sagte Vettel.

Vettel-Rücktritt auch wegen Umweltfragen

Der frühere Red-Bull-Pilot hatte seine F1-Karriere nach Ablauf der vergangenen Saison beendet. Als Grund gab er unter anderem den Umweltschutz an.

„Ja, das ist einer der Faktoren, die definitiv eine Rolle gespielt haben. Ich kann keine Prozentzahl nennen, das wäre wohl albern. Aber wenn ich sehe, wie sich die Welt verändert und wie die Zukunft aussieht, dann verstehe ich, dass ein Teil meiner Leidenschaft, meines Jobs mit Dingen zu tun hat, von denen ich kein Fan bin“, hatte er vergangenes Jahr erklärt.

Mit Red Bull wurde Vettel viermal Weltmeister (2010 bis 2013). 2014 wechselte er zu Ferrari, wo es nie zum großen Wurf reichte. 2021 und 2022 saß er im Cockpit von Aston Martin.

Der gebürtige Heppenheimer setzt sich seit Jahren für verschiedene Umweltprojekte ein, auch mit einer eigenen Stiftung.