Dieses Interview lässt die Alarmsignale am Kommandostand von Ferrari noch greller leuchten – und erhöht den Druck auf Teamchef Mattia Binotto weiter.

Zwar sprach der oberste Ferrari-Boss John Elkann Binotto das Vertrauen aus, nahm ihn vor dem Heimrennen am Sonntag in Monza aber auch explizit in die Pflicht. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

„Es gibt keinen Zweifel, dass die Arbeit in Maranello, in der Box, am Kommandostand und hinterm Lenkrad sich verbessern muss“, sagte Elkann im Interview mit der Gazzetta dello Sport. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

„Binotto und seinem Team zu vertrauen, war die richtig Entscheidung und es hat sich ausgezahlt. Ihnen haben wir es zu verdanken, dass wir wieder konkurrenzfähig sind und wieder gewinnen. Aber ich bin nicht zufrieden, weil ich denke, dass wir es besser können“, erklärte Elkann weiter: „Wir haben gesehen, dass noch zu viele Fehler passieren, wenn es um die Zuverlässigkeit, das Fahren und die Strategie geht.“ (Binotto vor dem Aus?)

Nach einem viel versprechenden Start in die Saison mit Charles Lecerlc als ernsthaften Anwärter auf den WM-Titel leistete sich die Scuderia zuletzt wieder verstärkt Patzer. Dabei gab es strategische Fehler oder auch Unzulänglichkeiten bei Reifenwechseln, wie zuletzt in Zandvoort bei Leclercs Teamkollegen Carlos Sainz.

Im WM-Klassement ist Titelverteidiger Max Verstappen im Red Bull in der Fahrerwertung mit 109 Punkten Vorsprung enteilt. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Der ehemalige Ferrari-Ingenieur Binotto ist seit Januar 2019 Teamchef der Scuderia. Das große Ziel bleibt der WM-Titel. Seit 2007 warten die Italiener auf den nächsten Fahrer-Triumph. Elkann glaubt an einen Titel vor der nächsten großen Motorenreform 2026 mit Leclerc „in der Pole Position“. Eine Aussage, die wiederum Sainz kaum gefallen wird. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Es bleibt unruhig bei Ferrari.

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