WM-Rivalen sind sie in diesem Jahr nicht – und trotzdem steckt noch jede Menge Gift im Verhältnis zwischen Weltmeister Max Verstappen und Rekord-Champ Lewis Hamilton.

Im Vorfeld des Großen Preis von Österreich an diesem Wochenende flog der nächste verbale Pfeil, diesmal in Richtung von Hamilton, nachdem der jüngst einen Nachtritt gegen ihn platziert hatte.

Verstappen: „Schön, dass man mit 37 noch was lernen kann“

Hamilton betonte nach dem letzten Rennwochenende in Silverstone, dass sein dortiges Duell mit dem Ferrari-Piloten Charles Leclerc „sehr vernünftig“ abgelaufen sei – im Gegensatz zum Rennen von 2021, welches in einem Crash mit Max Verstappen seinen Höhepunkt fand.

Verstappen konterte die Aussagen des siebenmaligen Weltmeisters voller Sarkasmus: „Ich finde es schön, dass man offensichtlich mit 37 auch noch lernen kann, wie man den Scheitelpunkt einer Kurve trifft. Er lernt dazu, und das ist positiv. Das ist auch ein schönes Zeichen für alle jungen Fahrer, die jetzt wissen, dass man auch mit 37 noch was lernen kann.“ (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Verstappen bekräftigt damit seine Ansicht, dass Hamilton 2021 nicht am Scheitelpunkt der Kurve gewesen sei, sondern er sich zu weit raustragen habe lassen und die Kollision somit provoziert hätte: „Auf den Bildern kann man eindeutig sehen, dass seine Linie eine andere war als im vergangenen Jahr.“

Kritik? „Damit muss er leben“

Der Niederländer bezieht auch die Fahrweise von Leclerc in seine Kritik mit ein, die „ihm (Hamilton, Anm. d. Red.) sogar noch weniger Platz gelassen habe als ich es vor einem Jahr getan habe (…).“ (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Auf die Frage, ob es so schlau sei, mit Aussagen dieses Ausmaßes Öl ins Feuer zu gießen, bevor am Rennsonntag hunderttausende Niederländer den Red-Bull-Ring zu einem Hexenkessel für Hamilton verwandeln könnten, entgegnet Verstappen: „Damit muss er leben.“

Infolge der Mercedes-Probleme mit dem neuen Technik-Reglement erlebt Hamilton ein schwaches Jahr und ist aktuell mit 93 Punkten nur Sechster der Gesamtwertung, die Verstappen mit 181 Punkten anführt, vor Red-Bull-Kollege Sergio Perez und Leclerc. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

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