Ob Red-Bull-Teamchef Christian Horner und sein Mercedes-Gegenüber Toto Wolff noch Freunde werden? Wohl kaum!
In einem Interview verglich sich Horner mit seinem Kontrahenten und teilte kräftig gegen diesen aus. „Ich lebe nicht als Steuerflüchtling in Monaco und leite ein Team aus der Ferne“, sagte der 48-Jährige im Gespräch mit der Daily Mail. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)
Horner fuhr mit seinem Vergleich fort: „Wir sind sehr unterschiedlich. Wenn ich nicht an der Rennstrecke bin, bin ich in der Fabrik.“
Der Brite betonte zudem, dass er mit dem Sport aufgewachsen sei. „Ich war ein Rennfahrer und habe mich dann der Leitung eines Teams zugewandt. Im Herzen bin ich ein Rennfahrer.“ (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)
Horner: „Macht Spaß, ihn zu ärgern“
Auf die Frage hin, ob Mercedes-Chef Wolff dieselbe Leidenschaft teile, antwortete Horner: „Ich habe keine Ahnung. Wird er in zehn Jahren noch hier sein, oder wird er sein Geld kassiert haben und auf seiner Superjacht sitzen? Ich habe keine Ahnung.“
Seine Beziehung zu Wolff bezeichnete Horner indes als „professionell“. Dennoch sei der Österreicher „nicht die Art von Mann, mit dem ich essen gehe oder private Zeit verbringe, aber ich habe Respekt vor dem, was er getan hat und was er erreicht hat“.
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Ein persönliches Problem zwischen den beiden Teamchefs bestehe deshalb nicht, wie Horner ausführte. „Er ist ein Typ, der sehr leicht zu reizen ist, deshalb macht es immer Spaß, ihn ein bisschen zu ärgern.“
„Mobbing“: Horner attackiert Mercedes
Horner scheint derzeit in Austeil-Laune zu sein.
Schon zuletzt hatte er Mercedes scharf attackiert – und sogar des Mobbings an Ex-Rennleiter Michael Masi beschuldigt.
Der ehemalige F1-Chef Bernie Ecclestone übt nach dem viel diskutierten WM-Finale in Abu Dhabi harsche Kritik am Mercedes-Team. Gleichzeitig nimmt er Renndirektor Michael Masi in Schutz.
„War es richtig, ihn aufgrund des Drucks zu feuern, der von einem gegnerischen Team ausgeübt wurde? Das war für mich falsch“, erklärte Horner bei BBC Sport.
Und er ging sogar noch weiter: „Das ist gleichbedeutend mit Mobbing. Es ist passiv aggressiv.“
Masi-Aus „unfair“? Mercedes erhöhte Druck
Nach der umstrittenen Safety-Car-Entscheidung beim finalen Grand-Prix-Rennen in Abu Dhabi war Masi heftig in die Kritik geraten, Mercedes warf ihm vor, den späteren Weltmeister Max Verstappen vor der entscheidenden Runde begünstigt zu haben.
Auch mit dem Gerede vom möglichen Karriereende von F1-Ikone Lewis Hamilton erhöhte Mercedes den Druck auf die Formel 1 weiter. Schließlich verlor Masi seinen Job und seine Aufgaben wurden umverteilt.
„Ja, Michael hat Fehler gemacht und es war frustrierend“, räumte auch Horner ein, „aber man muss sich die Rolle ansehen, in der er war, und die Werkzeuge, die ihm zur Verfügung standen.“ Man könne „Michael nicht einfach die Schuld geben. Es ist unfair, das zu tun.“