Auf das Hoch folgt die Ernüchterung: Der deutsch-dänische Rennfahrer Oliver Goethe hat eine Woche nach seinem ersten Podium in der Formel 2 ein weiteres Erfolgserlebnis deutlich verpasst. Der 21-Jährige vom Team MP Motorsport beendete das Rennen von Silverstone lediglich auf dem 18. Platz. Auch der amerikanische IndyCar-Star Colton Herta tut sich bei seiner Bewerbung um eine Startberechtigung für die Formel 1 weiterhin schwer. Er schloss das Rennen als 16. ab.

In Spielberg war Goethe auf Platz drei gefahren, in Großbritannien startete er von Platz 13. Vier Runden vor Schluss lag Goethe zwischenzeitlich in Führung, weil er als einziger Pilot noch nicht seinen verpflichtenden Boxenstopp absolviert hatte. Danach fiel er auf den drittletzten Platz zurück.

Zolow siegt in Silverstone

Den Rennsieg schnappte sich Nikola Zolow (Campos), der Bulgare übernimmt damit auch die Führung in der Gesamtwertung. Mit 141 Punkten führt er vor Goethes Teamkollegen Gabriele Mini aus Italien (124 Punkte).

Weit außerhalb der Top 10 befindet sich Herta. Der 26-Jährige benötigt Punkte, will er künftig wie geplant für Cadillac in der Formel 1 antreten. Das neue US-Team, derzeit mit Sergio Perez (Mexiko) und Valtteri Bottas (Finnland) unterwegs, wünscht sich einen Amerikaner im Cockpit und hat Herta ausgewählt. Der Kalifornier war bereits acht Jahre lang in der IndyCar-Serie unterwegs, wurde dort zum Star und 2024 Vizemeister.

Für die Formel 1 benötigt er allerdings eine „Super-Lizenz“, zu erwerben über ein Punktesystem. In der Formel 2 müsste er in diesem Jahr Achter der Gesamtwertung werden, um im kommenden Jahr in der Königsklasse startberechtigt zu sein. Derzeit ist er 17., Goethe liegt auf Rang 13.