Von Tobias Wiltschek
Am 24. August steigt auf dem Nürburgring der „SPORT1 Trackday 2014 powered by Nissan Nismo und Falken“.
Qualmende Drifts, packende Rennen und die Miss Tuning 2014 und Miss Tuning 2013 versprechen einen unvergesslichen Tag für Motorsportfans.
Mit dabei ist auch Hans Sarpei. Der ehemalige Fußballprofi des FC Schalke 04 steigt selbst ins Cockpit und misst sich im Promi-Rennen.
Im SPORT1-Interview spricht er über den Spaß am Autofahren, seinen Boliden „Hansi“ und den Kontakt mit den Fans auf dem Nürburgring.
SPORT1: Herr Sarpei, wie kam es dazu, dass sie beim „SPORT1 Trackday powered by Nissan Nismo und Falken“ dabei sind?
Hans Sarpei: Ich habe bei SPORT1 jetzt eine eigene Sendung. Da kann man das ganz gut verbinden. Außerdem habe ich viel Spaß daran, schnell Auto zu fahren.
SPORT1: Was für ein Auto steht denn in Ihrer Garage?
Sarpei: Ich habe einen Maserati GT. Mit dem werde ich beim „Trackday“ aber nicht fahren. Damit würde ich ja alles gewinnen. Das wäre unfair.
SPORT1: In welches Auto werden Sie denn steigen?
Sarpei: Das weiß ich noch nicht. Der ganze „Trackday“ ist für mich etwas Neues. Ich bin sehr gespannt darauf, was mich dort alles erwartet – auf die Leute, auf die Autos, auf meine Konkurrenten im Promi-Rennen. Ich hoffe nur, dass ich nicht gegen jemanden antreten muss, der solche Rennen regelmäßig bestreitet. Letztendlich geht es aber darum, Spaß zu haben und seine Schnelligkeit zu messen.
SPORT1: Formel-1-Star Sebastian Vettel gibt seinen Autos immer Spitznamen. Wie werden Sie Ihr Fahrzeug nennen?
Sarpei: Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Aber da ich Hans heiße, wäre es vielleicht ganz gut, wenn ich es ?Hansi? nennen würde.
SPORT1: Werden Sie sich auch andere Events beim „Trackday“ anschauen?
Sarpei: Ich werde den ganzen Tag am Nürburgring sein und mir alles anschauen, was es dort gibt. Ich will den Tag wirklich genießen und auskosten. Ich werde überall hineinschnuppern und mit den Zuschauern sprechen. Ich will so viel Input wie möglich mitnehmen.
SPORT1: Werden Sie als Social-Media-Ikone auch über den „Trackday“ fleißig posten?
Sarpei: Ja, natürlich. Ich werde auf jeden Fall meinen Fans berichten, wie es ist und wie es war. Ich werde auch live Fotos hochladen, sei es auf Instagram, Facebook oder Twitter. So wissen meine Fans auch immer, was ich dort mache. Aber auch danach werde ich auf jeden Fall schreiben, wie es mir gefallen hat.
SPORT1: Wie sie schon angedeutet haben, werden wir Sie bei SPORT1 demnächst häufiger im TV sehen. Ihre Sendung heißt „Hans Sarpei ? das T steht für Coach“. Die Bezeichnung ist etwas irreführend, weil in „Coach“ ja gar kein „T“ enthalten ist?
Sarpei: Echt? Dabei geht es um die ganzen Sprüche in den sozialen Medien, in denen mein Name mit dem von Chuck Norris verbunden wird. Meine Fans machen auch eigene Witze in dem Zusammenhang. In diesem speziellen Fall ist der Titel aber abgeleitet von dem Spruch „Hans Sarpei ? das L steht für Gefahr“.
SPORT1: In der Sendung geht es darum, Amateurvereine besser zu machen. Wie wollen Sie das denn hinbekommen?
Sarpei: Ich will nicht nur die Amateurmannschaften besser machen. Die Mannschaften bewerben sich bei mir. Wir schauen uns dann die Teams an. Aber auch deren Umfeld wird bei uns zu sehen sein. Außerdem zeigen wir, wie der Amateurfußball lebt, warum so viele Leute dort ehrenamtlich arbeiten. Natürlich will ich die Spieler auch in bestimmten Situationen besser machen und sie motivieren, um ein Spiel zu gewinnen, auch wenn sie vielleicht unterlegen sind.
SPORT1: Sie büffeln derzeit aber auch für die A-Lizenz.
Sarpei: Ja, ich habe im letzten Jahr die B-Lizenz erhalten, im nächsten Jahr werde ich hoffentlich die A-Lizenz machen. Und dann werden wir sehen, wer noch einen Trainer braucht. Dann könnte ich ja bis zur Regionalliga Mannschaften trainieren.
SPORT1: Welchen Bundesliga-Verein würden Sie denn am liebsten trainieren?
Sarpei: Für die Bundesliga müsste ich nach der A-Lizenz noch den Fußballlehrer machen. Aber es gab ja in der Bundesliga bisher noch keinen farbigen Trainer. Mein Freund Otto Addo ist gerade A-Jugend-Trainer beim HSV. Er hat den Fußballlehrer-Schein schon. Wenn ich dann auch noch so weit bin, kann es sein, dass wir beide das erste farbige Trainergespann in der Bundesliga sind. Für mich wäre es natürlich ein Traum, irgendwann mal Schalke zu trainieren.
SPORT1: Und dann zusammen mit Otto Addo?
Sarpei: Ja, klar. Das wäre aber brisant, weil er ja mal in Dortmund gespielt hat. Aber wenn man Erfolg hat, werden selbst die Schalker Zuschauer Otto lieben.