Ronda Rousey hat bei ihrem Comeback im Oktagon mit einem Blitzsieg an alte Tage erinnert. Der einstige UFC-Superstar besiegte Gina Carano im mit Spannung erwarteten Rekordkampf in nur 15 Sekunden.
Die 39-Jährige – nach ihrer MMA-Karriere auch als Wrestlerin bei WWE aktiv – zeigte gegen ihre fünf Jahre ältere Kontrahentin genau das, was sie einst berühmt gemacht hatte: Sie wandte bei dem von Netflix übertragenen Mega-Event die sogenannte Armbar-Technik an, Carano musste sofort aufgeben.
Rousey hat 13 ihrer 15 Kämpfe gewonnen, zehn davon durch einen solchen Armhebel. Vor dem Kampf erklärte sie, dass sie das Ende ihrer Käfig-Karriere „neu schreiben“ wolle.
Rousey und Gegnerin kassieren Millionen
Für den Kampf, der bei Netflix übertragen wurde und finanziell neue Maßstäbe setzen sollte, trat sie gegen ein persönliches Vorbild an: „Gina ist diejenige, die mich zum MMA gebracht hat, und sie ist die Einzige, die mich wieder zu MMA zurückbringen könnte. Sie ist meine Heldin.“
Die 44 Jahre Carano galt während ihrer zwischen 2006 und 2009 währenden Karriere – seinerzeit abseits der UFC – als das Gesicht des Frauen-MMA. Später schrieb sie unfreiwillig weltweit Schlagzeilen, als sie wegen politisch kontroverser Aussagen ihre TV-Rolle in der Star-Wars-Serie „The Mandalorian“ verlor.
CASC berichtet, dass Rousey eine Kampfbörse von 2,2 Millionen Dollar erhält. Carano bekommt demnach gut eine Million Dollar. Insgesamt dürften die Einnahmen für beide Athletinnen aber noch höher liegen.
Weitere Kämpfe will Rousey nicht mehr absolvieren. Sie war 2012 die erste Frau, die von UFC unter Vertrag genommen wurde. Sechs Mal verteidigte sie ihren Titel im Bantamgewicht, damals ein Rekord. Rousey hob die Aufmerksamkeit für Frauen im MMA-Bereich und im Kampfsport allgemein für neue Sphären.
Manche Fans sauer – Herausforderer für UFC?
Ihre letzten beiden Kämpfe gegen Holly Holm und Amanda Nunes verlor sie jedoch klar, vor zehn Jahren trat sie schließlich zurück. Nun kam es zum für sie versöhnlichen Abschied. „Besser hätte ich es mir nicht vorstellen können. Ich möchte noch mehr Kinder bekommen und muss mich an die Arbeit machen“, sagte die zweifache Mutter.
Nicht überall kam der Kampf aber gut an, viele Fans ärgerten sich über die kurze Dauer des Events und machten ihrem Unmut in den Sozialen Medien Luft. Veranstaltet wurde der Kampf von Most Valuable Promotions (MVP), der Promotion des boxenden Social-Media-Superstars Jake Paul.
Geht es nach Rousey, könnte ihr Fight eine Trendwende bedeuten: So sieht sie in MVP einen potenziellen Herausforderer der UFC: Rousey sagte, sie „wäre nicht hier, wenn die UFC ihre Kämpfer besser bezahlen würde“.