Wasserspringer Moritz Wesemann hat sich bei der Schwimm-EM in Paris zum zweiten Mal zum Europameister gekrönt. Vier Tage nach seinem Sieg vom 1-m-Brett triumphierte der 24-Jährige auch im Finale vom 3-m-Brett.

Mit 506,80 Punkten ließ der Sportsoldat aus Halle/Saale den Franzosen Jules Boyer (484,60) und den Briten Jordan Houlden (474,90) hinter sich und wiederholte seinen EM-Erfolg von 2023.

„Ich bin unfassbar glücklich“, sagte Wesemann. Vor allem, weil er das erste Mal international die 500 Punkte geknackt habe, die Schwelle, an der es auch „in der Weltspitze Richtung Medaillen“ gehe.

Mit Blick auf das große Ziel Olympia 2028 gebe ihm diese Leistung „super viel Mut“, erklärte er: „Trotzdem weiß ich auch, woran ich noch arbeiten kann und dass ich immer noch nicht am Ende bin.“

Der Berliner Lou Massenberg, der mit Jonathan Schauer überraschend Gold im Synchronspringen gewonnen hatte, landete mit 434,20 Zählern auf dem fünften Platz. Wesemann war als überlegender Vorkampfbester ins Finale gegangen, seine 446,25 Punkte vom Vormittag verbesserte er deutlich und sicherte den deutschen Wasserspringern die siebte Medaille in der französischen Hauptstadt.

Schwimm-EM: Wesemann geht erst im letzten Durchgang an die Spitze

Im ersten Finale am Mittwochabend im Centre Aquatique Olympique am Stade de France hatten Pauline Pfeif und Ole Rösler bereits Silber im gemischten Turm-Synchronspringen gewonnen.

Mit dem ersten Sprung war Wesemann nicht zufrieden. Doch die fünf Punkte, die er gegenüber dem Vorkampf einbüßte, holte er sich bereits im zweiten Durchgang zurück und katapultierte sich von Rang elf auf drei. Zur Halbzeit lag er auf Platz zwei – mit 15 Zählern mehr als am Vormittag. Er steigerte sich weiter und sicherte sich auch dank eines Patzers von Houlden im letzten Durchgang erneut Gold.

Zum Abschluss am Donnerstag haben Lena Hentschel mit Jette Müller im Synchronspringen vom 3-m-Brett (17.30 Uhr) sowie Jaden Eikermann und Rösler im Einzel vom Turm (18.50 Uhr) weitere Podestchancen.