Der Deutschland-Achter hat bei der Ruder-EM im italienischen Varese die erhoffte Medaille gewonnen. Das einstige Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) kam am Sonntag hinter Rumänien auf Platz zwei (+2,90 Sekunden). Bronze ging an Italien. Auf den ersten Sieg bei einer internationalen Meisterschaft seit dem EM-Titel 2020 muss das DRV-Großboot weiter warten.

Achter-Umstellung vor Top-Duell

Auf dem Lago di Varese fehlten Olympiasieger Großbritannien und Weltmeister Niederlande. Zum Aufeinandertreffen mit den beiden Top-Nationen kommt es erst bei der WM in Amsterdam (24. bis 30. August), dem Höhepunkt der Rudersaison 2026.

Der deutsche Achter hatte nach den vierten Plätzen bei den Weltcups in Sevilla und Luzern vor der EM eine Umstellung vorgenommen: Neu im Boot saß Frederik Breuer, der die Position des Schlagmanns übernahm. Mit Breuer war der Achter im Bahnverteilungsrennen auf Platz zwei hinter Rumänien gekommen.

Zwei Tage später war der Favorit wieder zu stark. Auf den ersten 1000 m hielt Deutschland noch mit, doch auf der zweiten Hälfte setzten sich die Rumänen Schlag für Schlag ab und sicherten sich deutlich ihren ersten EM-Titel im Achter.