Mit Rückkehrerin Leonie Ebert und EM-Schwung will sich der Deutsche Fechter-Bund (DFeB) bei der WM in Hongkong der Weltspitze nähern. „Uns ist es bei den Europameisterschaften über die Medaillen hinaus gelungen, in der Breite deutlich stärker als in den vergangenen Jahren aufzutreten“, sagte Sportdirektor Tobias Kirch vor dem Start am Mittwoch: „Als nächsten Schritt sollten wir diese Kompaktheit auch auf Weltniveau dokumentieren können und Top-Acht-Platzierungen im Einzel und Team anstreben.“

Bei den Europameisterschaften im französischen Antony hatte das deutsche Team zuletzt Degen-Silber durch Alexandra Ehler und Bronze bei den Florett-Männern geholt. In Hongkong werden zunächst Tag für Tag die Vorrunden in den verschiedenen Waffen ausgefochten, danach folgen die K.o.-Runden und die Teamwettbewerbe. Alle Fechterinnen und Fechter seien fit und würden in guter Form starten, sagte Kirch.

Fechten: Ebert greift nach fast zwei Jahren wieder an

Ebert (26), die zu Beginn ihrer Karriere als goldenes Versprechen galt und 2022 Florett-Europameisterin wurde, greift nach einem Kreuzbandriss und fast zwei Jahren Pause in ihrer Comeback-Saison wieder auf der großen Bühne an. Traditionell stehen auch die deutschen Säbelfechter um Ex-Weltmeister Matyas Szabo im Fokus.

Das deutsche Fechten, einst eine Medaillenbank, befindet sich nach schwierigen Jahren im Neuaufbau für die Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles. Im Vorjahr war der DFeB ohne WM-Medaille geblieben.