Wenn Siebenkämpferin Sandrina Sprengel bei der Leichtathletik-EM in Birmingham ihren rasanten Aufstieg in die Weltspitze bereits krönen sollte, muss die 22-Jährige noch einmal umdenken. „Ich habe immer gesagt, mein erstes Tattoo wären die Olympischen Ringe“, erklärte die DLV-Athletin dem SID.
Sprengel liebäugelt mit Sieger-Tattoo
Falls Sprengel allerdings ab kommenden Freitag einen „unglaublichen Wettkampf“ hinlegt und gewinnt, „kann man noch einmal über ein Tattoo sprechen“, sagte Sprengel lachend. Bei ihrer ersten EM gehört die 1,82 m große Athletin vom VfB Stuttgart zum erweiterten Kreis der Medaillenkandidatinnen.
Aber: „Groß träumen darf man immer“. Schließlich sorgte Sprengel bereits bei der WM im vergangenen Jahr für eine große Überraschung, als sie mit ihrer Bestleistung von 6434 Punkten auf Rang fünf landete. Nur Kate O’Connor (Irland) und Katarina Johnson-Thompson (Großbritannien) schnitten als Europäerinnen besser ab.
Olympia-Traum trotz Bachelorarbeit
„Ich bin als Jüngste nach Tokio angereist, ohne wirklich große Erwartungen“, blickte Sprengel zurück. Vor Birmingham, wo auch O’Connor und Johnson-Thompson antreten, sei nun aber die „Aufmerksamkeit“ gestiegen. Unbeirrt will sie den „nächsten Schritt“ machen in Richtung „großer Traum“ olympische Medaille bei den Sommerspielen 2028.
Fernab von der Weltbühne beschäftigen Sprengel aber auch ganz gewöhnliche Themen. Bei ihrem Studium bei der Polizei schreibe sie an ihrer Bachelorarbeit. Zwischendurch, um zu entspannen, verbringe sie viel Zeit am Handy. „Ich bin ein bisschen handysüchtig“, sagte Sprengel.
Spätestens um 11.35 Uhr am Freitag (sportschau.de) wird es dann aber ernst, wenn die Siebenkämpferinnen über 100 m Hürden loslegen. Die 800 m am Samstagabend ab 19.45 Uhr ist dann der letzte Wettkampf. Neben Sprengel treten Vanessa Grimm und Sophie Weißenberg für den DLV an.