Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) hat gegen den deutschen 100-m-Rekordhalter Owen Ansah ein Verfahren wegen eines „möglichen Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen“ eingeleitet.
Wie die NADA mitteilte, wird Ansah, der Anfang Juni seine eigene nationale Bestmarke um eine Hundertstel auf 9,98 Sekunden gedrückt hatte, die Verweigerung einer Dopingkontrolle vorgeworfen. Ansah ist nach Angaben der NADA im Einklang mit dem Anti-Doping-Regelwerk derzeit nicht vorläufig suspendiert.
Der 25-Jährige war am Freitag vergangener Woche beim Diamond-League-Meeting in Monte Carlo in 10,01 Sekunden eine weitere Top-Zeit gelaufen, mit der er seine Leistung vom Rekordlauf am 6. Juni in Regensburg bestätigte.
Ansah: EM ist großes Ziel
Damals sagte Ansah, die EM in Birmingham (10. bis 16. August) sei „das große Ziel“ für ihn. In der europäischen Jahresbestenliste belegt der für den Hamburger SV startende Ansah derzeit den zweiten Platz hinter Tokio-Olympiasieger Marcell Jacobs (Italien/9,96). Am 25./26. Juli stehen in Bochum-Wattenscheid die Deutschen Meisterschaften auf dem Programm.
Die frühere Wimbledonsiegerin Marketa Vondrousova aus Tschechien war Ende Juni wegen einer verweigerten Dopingkontrolle für vier Jahre gesperrt worden. Maßgeblich im Tennis für Sanktionen ist die Internationale Agentur für Tennisintegrität (ITIA).