Speerwerfer Julian Weber hat sich mit seinem Fabel-Comeback in Luzern selbst überrascht. „Ich habe gar nicht erwartet, dass ich direkt so weit werfen kann. Denn mir fehlen viele, viele Würfe, schweres Gewichtheben, Sprints und Sprünge“, sagte Weber vor den deutschen Meisterschaften am Wochenende in Bochum-Wattenscheid (24. bis 26. Juli).

Weber peilt Titelverteidigung nach Jahresbestleistung

Weber hatte am vergangenen Donnerstag im ersten Wettkampf nach einer langen Verletzungspause auf Anhieb 87,04 m geworfen und damit die europäische Jahresbestleistung übernommen. Auf der Weltjahresbestenliste belegt er damit Rang drei.

Mit Blick auf die deutschen Meisterschaften hat sich somit auch die Zielsetzung verändert. „Nach Luzern, was mich selbst überrascht hat, will ich natürlich meinen Titel verteidigen. Eigentlich wollte ich nur fit werden und gesund sein“, sagte der 31-Jährige.

Weber warnt vor EM-Konkurrenz

Auch wenn Weber der aktuell beste Werfer Europas ist, bremste er die Erwartungen für die EM in Birmingham (10. bis 16. August). Für ihn sei „eine Medaille ebenfalls ein großes Ziel“, sagte der Athlet vom USC Mainz. „Die europäische Jahresbestleistung ist zwar schön, aber bei einer EM werden die Karten neu gemischt. Es gibt viele Athleten, die bisher noch nicht viele Wettkämpfe bestritten oder ihre Leistungen noch nicht gezeigt haben, weil sie sich gezielt auf die EM vorbereiten. Da kann jederzeit jemand sehr weit werfen.“