Gina Lückenkemper hat beim „Goldenen Oval“ in Dresden über die 100 Meter mit einer neuen Saisonbestleistung überzeugt und anschließend ein launiges Interview gegeben.

In 11,23 Sekunden sprintete Lückenkemper als Zweite hinter Sade McCreath aus Kanada (11,06) ins Ziel. Damit war die 29-Jährige drei Hundertstel schneller als ihre Freundin und Staffelkollegin Rebekka Haase, die den vierten Platz belegte (11,26).

Gina Lückenkemper (r.) nach ihrem zweiten Platz
Gina Lückenkemper (r.) nach ihrem zweiten PlatzGina Lückenkemper (r.) nach ihrem zweiten Platz© Screenshot/ZDF

Leichtathletik: Lückenkemper revanchiert sich bei Haase

„Das war einfach nur noch purer Wille“, freute sich Lückenkemper im ZDF und offenbarte: „Ich habe die letzten zwei Monate von der netten Dame da nebenan (Rebekka Haase, Anm. d. Red.) so dermaßen auf die Nase bekommen, weil Bekki uns zwei Monate in Florida besucht hat. Ich brauchte ne Revanche. Das war die Revanche. Als ich gemerkt habe: ‚Yiaaahh‘, ich schaffe sie noch so gerade eben. Ich bin echt froh.“

Dabei seien die Rennen erheblich besser gelaufen, als sie sich zugetraut hatte. Bereits im Halbfinale hatte die Europameisterin mit einer Saisonbestleistung von 11,29 Sekunden überzeugt. Im Finale zeigte Lückenkemper trotz eines verhaltenen Starts dann erneut ihre Klasse.

Dabei schleppt Lückenkemper eine Erkältung mit sich herum. „Ich bin auf dem Warm-Up-Track zwischen Vorlauf und Finale ein paar Mal fast eingeschlafen. Ich habe es echt immer noch in den Knochen stecken. Aber daran sieht man, dass das Training gut war. Ansonsten wäre das alles so heute nicht möglich gewesen“, war das Sprint-Ass zufrieden.

Gina Lückenkemper und Rebekka Haase waren bestens gelaunt
Gina Lückenkemper und Rebekka Haase waren bestens gelauntGina Lückenkemper und Rebekka Haase waren bestens gelaunt© IMAGO/Beautiful Sports International

Große Zufriedenheit bei deutschen Sprinterinnen

Haase sagte: „Mit dem Training da (in Florida, Anm. d. Red.) war ich über-happy. Solche Zeiten habe ich wirklich noch nicht geschafft. Ich freue mich wirklich auf die Saison.“ Dabei habe sie von Florida bis nach Hause nach einigen Reisestrapazen ganze 46 Stunden gebraucht: „Das lag noch eine Weile in den Knochen. Von daher bin ich dankbar, dass es so gut läuft.“

Über die gesamte Interview-Dauer strahlte das Duo übers ganze Gesicht. Zuvor war die bestens gelaunte Lückenkemper von Haase huckepack über die Tartanbahn in Dresden getragen worden.