Der ehemalige Box-Weltmeister Tyson Fury sieht sein Potenzial trotz des fortgeschrittenen Alters noch nicht vollständig ausgeschöpft. „Ich habe nicht das Gefühl, dass die Welt bereits den besten Tyson Fury gesehen hat“, sagte der Brite auf einer Pressekonferenz im thailändischen Pattaya.

In dem Ferienort trifft der 37-Jährige am Freitag auf den neun Jahre älteren Polen Mariusz Wach. „Ich fühle mich innerlich ruhig, obwohl ich zuvor viel Druck verspürt habe“, sagte Fury: „Ich fühle mich verjüngt.“ Den Kampf für den guten Zweck nutzt der selbsternannte „Gypsy King“ für die Vorbereitung auf die „Battle of Britain“ gegen Ex-Weltmeister Anthony Joshua.

Die Einnahmen kommen einer Wohltätigkeitsorganisation zugute, die benachteiligte Kinder in Pattaya unterstützt. Übertragen wird das Event nicht, auch die Halle fasst lediglich 1500 Zuschauer. „Ich hätte 100.000 Tickets im Wembley-Stadion oder 70.000 in Tottenham verkaufen können“, erklärte der frühere zweimalige Schwergewichts-Weltmeister Fury, doch Geld sei nicht der Grund für seine Rückkehr in den Ring.

„Ich boxe, um fit zu bleiben und weil es mir Spaß macht“, sagte Fury, der seine Karriere Ende 2024 nach der Niederlage gegen den Ukrainer Alexander Usyk eigentlich für beendet erklärt hatte: „Ich bin der Gypsy King – ich mache, was ich will.“

Über das Duell mit Landsmann Joshua sprach Fury, der nach seinem Rücktritt vom Rücktritt erstmals im vergangenen April wieder gekämpft hatte, nicht. Geplant ist der Kampf Ende des Jahres. Der einstige Klitschko-Bezwinger Joshua steigt seinerseits am Samstag erstmals nach einem schweren Verkehrsunfall gegen den Albaner Kristian Prenga in den Ring.