Großer Hoffnungsschimmer für Girondins Bordeaux: Wie mehrere französische Medien übereinstimmend berichten, hat Eigentümer Gérard Lopez seine Anteile am abgestürzten Traditionsklub an den britischen Investmentfonds Sparta Capital verkauft.
Den Berichten zufolge hat Sparta Capital die für die Übernahme und das Fortbestehen des Vereins notwendigen Mittel in letzter Minute aufgebracht. Dabei soll es sich um rund zehn Millionen Euro handeln. Eine Insolvenz kann somit im letzten Moment verhindert werden.
Die Ära Gérard Lopez endet in Bordeaux
Durch den Verkauf endet die Ära von Eigentümer Gérard Lopez in Bordeaux. 2021 hatte der spanisch-luxemburgische Geschäftsmann Bordeaux übernommen und innerhalb von fünf Jahren in den Ruin geführt.
Bordeaux, das sechs Mal Meister der Ligue 1 war und 1996 im UEFA-Pokalfinale gegen den FC Bayern verlor, verbrachte die letzten beiden Spielzeiten in der vierthöchsten Spielklasse und wurde zuletzt aus allen nationalen Ligen verbannt.
Ein Einspruch vor der DNCG, der Finanzaufsicht des französischen Profifußballs, ist abgewiesen worden. Das ist gleichbedeutend mit dem Abstieg in die R1, einer Ansammlung regionaler Ligen, die das sechsthöchste Level im Ligasystem darstellen.
Insolvenz in letzter Minute abgewendet
Schon am heutigen Freitag hätte der Klub für insolvent erklärt werden müssen, hätte nicht der britische Investmentfonds Sparta Capital die nötigen zehn Millionen Euro freigegeben, um Bordeaux vor der Insolvenz zu retten. Dank der neuen finanziellen Garantien können die Girondins nun darauf hoffen, dass ein Berufungsgericht ihren Ausschluss aus den nationalen Meisterschaften aufhebt.
Wie die L’Équipe berichtet, darf Bordeaux nun hoffen, dass sie wieder in die vierte französische Liga aufgenommen werden. Noch 2022 hatte der Klub in der ersten Liga gespielt, war dann aber abgestiegen.