Beim ersten offiziellen Testspiel in der Saisonvorbereitung und gleichzeitig dem Debüt von José Mourinho nach seiner Rückkehr zu Real Madrid reichte es für die Königlichen zwar nicht zum Sieg. Dennoch zeigte sich der portugiesische Trainer nach dem 2:2 (2:1) gegen die AC Florenz in Klagenfurt überwiegend zufrieden mit dem, was er von seiner Mannschaft gesehen hatte – speziell vor der Pause.

„Die erste Halbzeit hatte eine enorme Qualität – wir hätten locker mit drei oder vier Toren Vorsprung führen können“, erklärte Mourinho, der in dem Testspiel lediglich sieben Profis einsetzte.

Carlos Espí gab sein Debüt für Real Madrid
Carlos Espí gab sein Debüt für Real MadridCarlos Espí gab sein Debüt für Real Madrid© IMAGO/STEINSIEK.CH

Allerdings führte Real nach der ersten Hälfte durch Treffer von Endrick (12.) und dem erst 18-jährigen Alexis Ciria „nur“ mit 2:1, weil kurz vor der Pause Roberto Piccoli für die Fiorentina zum Anschluss traf.

Ein Kopfballtor von Moise Kean nach einer knappen Stunde brachte dann den 2:2-Endstand. Das Ergebnis war aber freilich zweitrangig, auch weil mehr als die halbe Stammelf bei Real noch fehlte.

Mourinho-Debüt: Neuzugang Espí im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt stand nach dem Spiel deshalb jemand, der erst zur letzten Viertelstunde eingewechselt wurde. Stürmer Carlos Espí, der zwei Tage zuvor von Real verpflichtet worden war, konnte sein Glück kaum fassen, auch wenn er in seiner Einsatzzeit keine entscheidenden Akzente mehr setzen konnte.

„Es ist unbeschreiblich, was in zwei Tagen passiert ist: Ich unterschreibe, trainiere und mache schon mein Debüt“, sagte der 21-Jährige, der für 25 Millionen Euro von UD Levante zu den Königlichen wechselte, im vereinseigenen TV.

Auch Mourinho äußerte sich zum Debüt des Neuzugangs. „Und dann haben wir noch den armen Carlos eingewechselt, der gerade dabei ist, aus einem Traum aufzuwachen“, meinte der 63-Jährige. „Er hat gestern gerade einmal eine Stunde trainiert und konnte heute schon erleben, was es bedeutet, für Real Madrid zu spielen.“

Mourinho setzte sich wohl für Espí ein

Laut Marca war Mourinho ein starker Fürsprecher der Verpflichtung Espís, weil dieser körperlich die richtigen Voraussetzungen für einen Mittelstürmer mitbringt.

Er ist mit 1,94 Metern nicht nur groß, sondern kann sich mit seiner Präsenz im Strafraum auch durchsetzen – ob im Kopfballduell oder als bulliger Wandspieler, der seine Mitspieler in Szene setzt.

In der vergangenen Saison erzielte Espí für Levante elf Liga-Tore, insgesamt traf er in seinen zwei Jahren für den Klub aus Valencia in 66 Spielen 20-mal. Grund genug für Real, ihn mit einem Vertrag bis 2031 auszustatten.

Wird Espí zu einer echten Alternative im Real-Sturm?

Ob sich Espí bei Real bereits in der neuen Saison als echte Alternative im prominent besetzten Sturm etablieren kann, ist aber jetzt noch nicht absehbar.

Zumal mit Endrick ausgerechnet ein direkter Konkurrent bei Mourinhos Rückkehr mit seinem Tor zum 1:0 Pluspunkte sammeln konnte.

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