Der niederländische Fußball-Schiedsrichter Rob Dieperink ist im Alter von 38 Jahren verstorben. Das teilte der Verband KNVB am Montag mit.

„Mit Rob verliert die Schiedsrichtergemeinschaft einen hochgeschätzten Unparteiischen mit internationaler Erfahrung, vor allem aber einen großartigen und engagierten Kollegen. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihm nahestanden. Wir wünschen ihnen viel Kraft in dieser schweren Zeit“, hieß es in der Meldung.

Die Umstände des Todes sind noch ungeklärt. Die Polizei hatte zuvor bekanntgegeben, dass in der Straße, wo Dieperinks Wohnung liegt, Ermittlungen im Zusammenhang mit einer verstorbenen Person stattfinden.

Schiedsrichter wurde von der WM ausgeschlossen

Dieperink hatte mit 23 Jahren seinen ersten Einsatz in der zweiten niederländischen Liga gehabt. 2017 gelang ihm dann der Sprung in die Eredivisie, wo er insgesamt 84 Spiele leitete. In der Champions League und bei Länderspielen war er hauptsächlich als Videoschiedsrichter im Einsatz, wie auch bei der EM 2024 in Deutschland.

Eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 war Dieperink kurzfristig von der FIFA untersagt worden. Zuvor war er im April im Nachgang eines Conference-League-Spiels wegen des Vorwurfs der sexuellen Nötigung eines Minderjährigen festgenommen worden. Die Polizei stellte die Ermittlungen aus Mangel an Beweisen später ein.

„Es macht mich sehr traurig, dass ich zu Unrecht beschuldigt wurde“, sagte Dieperink im Anschluss im Gespräch mit der Zeitung De Telegraaf. „Ich habe vollumfänglich mit den polizeilichen Ermittlern kooperiert und auch FIFA, UEFA und dem KNVB umgehend alle relevanten Informationen mitgeteilt.“ Es sei „schade“, dass er nicht bei der WM dabei sein könne.