Der tunesische Fußballverband hat Moine Chaabani offiziell zum neuen Nationaltrainer ernannt. Der Vertrag mit dem 45 Jahre alten ehemaligen Profi gelte für die kommenden vier Jahre, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der FTF. Mit der offiziellen Berufung war seit Tagen gerechnet worden, nachdem der marokkanische Erstligist RS Berkane, den Chaabani zuletzt trainiert hatte, dessen Wechsel nach Tunesien bereits angekündigt hatte.
Tunesien hatte bei der WM 2026 eine desaströse Vorrunde gespielt. Bereits nach dem 1:5 zum Auftakt gegen Schweden war Trainer Sabri Lamouchi gefeuert und auf die Schnelle Hervé Renard verpflichtet worden. Der Franzose trat nach einem 0:4 gegen Japan und einem 1:3 gegen die Niederlande in den weiteren Gruppenspielen und nur 18 Tagen Amtszeit schon wieder zurück.
Chaabani hat einige Erfolge als Vereinstrainer vorzuweisen. Mit Esperance Tunis gewann er 2018 und 2019 die afrikanische Champions League sowie fünf Meistertitel. In der Saison 2024/2025 führte er RS Berkane erstmals zum Gewinn der Meisterschaft in der marokkanischen Liga. Nicht zuletzt aus Dankbarheit entließ der Klub Chaabani vorzeitig aus seinem bis 2027 laufenden Vertrag. Er ist nun bereits der achte Nationaltrainer Tunesiens seit 2024.