Michael Cuisance wurde beim FC Bayern in zweieinhalb Jahren nie glücklich und kehrte im Januar 2022 dem deutschen Rekordmeister den Rücken.

Nach nur dreizehn Partien für die Münchner, in denen dem Franzosen lediglich zwei Tore und zwei Vorlagen gelangen, wagte der mittlerweile 23-Jährige in Italien einen Neustart.

Doch dieser verlief auch recht holprig. Cuisance kam zwar 13 Mal zum Einsatz, verbuchte aber keinen einzigen Scorer-Punkt und konnte den Abstieg des Serie-A-Aufsteigers auch nicht verhindern.

Nach nur einer Spielzeit im italienischen Oberhaus musste Venezia FC wieder den Gang in die zweite Liga antreten.

In der Serie B kämpfen die Lagunenstädter nun um den direkten Wiederaufstieg. Nach einer 1:2-Pleite zum Saisonauftakt gegen Mitabsteiger CFC Genua fuhren Cuisance und Co. am 2. Spieltag den ersten Sieg ein.

Last-Minute-Sieg dank bitterem Eigentor

Beim Aufsteiger FC Südtirol mussten die Leoni Alati (auf Deutsch: „Die geflügelten Löwen“) allerdings lange zittern.

Die Gastgeber führten bis zur 82. Minute durch den Treffer von Raphael Odogwu (62.) und hatten den ersten Saisonsieg zum Greifen nahe, ehe die Venezianer in der Schlussphase zurückschlugen.

Gäste-Coach Ivan Javorcic bewies dabei ein goldenes Händchen: Das 1:1 erzielte Ex-Bayern-Flop Cuisance nach einer Vorlage des Ex-Leverkuseners Joel Pohjanpalo. Die beiden Ex-Bundesliga-Spieler waren erst im zweiten Durchgang eingewechselt worden und stellten die Partie auf den Kopf.

Denn in einer dramatischen Nachspielzeit gelang Venezia noch der Siegtreffer – und zwar in der 90.+5 Minute.

Es war nach einer scharfen Hereingabe von Jack Devries auch noch ein Eigentor des Südtiroler Abwehrchefs: Marco Curto wollte in höchster Not klären und lenkte den Ball unhaltbar ins eigene Gehäuse.

Während der FC Südtirol mit null Punkten die rote Laterne innehat, machten Cuisance und Co. einen Sprung in die obere Tabellenhälfte der Serie B.