Bei seinem Comeback in der italienischen Nationalmannschaft trug Mario Balotelli mit der 1:0-Führung maßgeblich zum 2:1-Sieg gegen Saudi-Arabien bei.

Dennoch war der 27-Jährige Stürmer von OGC Nizza nach der Partie betrübt. Der Grund war ein Spruchband im Stadion von St. Gallen. Genauer: Im Fanblock der Squadra Azzurra.

Darauf stand: „Mein Kapitän muss italienisches Blut haben.“

Weil Balotelli einer der Kandidaten ist, den Stammkapitän Leonardo Bonucci zu vertreten, falls der Milan-Verteidiger nicht auf dem Platz steht, dürfte klar sein, dass sich die Worte gegen ihn richteten.

„Wir sind im Jahr 2018, es reicht! Wacht bitte mal auf!“, postete „Super Mario“ anschließend auf Instagram.

Die Polizei ließ das Transparent zar kurz nach Spielbeginn entfernen – dennoch hatte es über die Social-Media-Kanäle längst die Runde gemacht

Balotelli war in seiner Karriere bereits Zielscheibe rassistischer Angriffe italienischer Anhänger.

Johannes Fischer wuchs in Mailand vor den Toren von San Siro auf und bekam dort in den 80er-Jahren die gesammelte Weltelite des Fußballs zu sehen. Studierte nach dem Abitur an der Sporthochschule in Köln...