Die deutschen Hockey-Männer haben ihre Mission Titelverteidigung bei der WM in Belgien und den Niederlanden ohne größere Probleme gestartet. Der amtierende Welt- und Europameister zeigte sich von seinem größeren personellen Umbruch unbeeindruckt und gewann gegen Underdog Malaysia souverän mit 5:1 (3:0).

Das verjüngte Team von André Henning, welches der Bundestrainer zuvor als „Wundertüte“ bezeichnet hatte, brachte Jakob Brilla (4.) in Führung. Nach einer Strafecke hatte der 22-Jährige mit Wucht verwandelt. Die erfahrenen Christopher Rühr (5.) und Justus Weigand (8.), der viel Ballgefühl bewies, sorgten noch im ersten Viertel für klare Verhältnisse.

Im zweiten Durchgang verkürzte dann allerdings die Nummer 14 der Welt durch Kamal Azrai Abu (14.) nach einer Strafecke. Justus Warweg (45.) und Paul-Philipp Kaufmann (53.) ließen in der Folge aber keine Zweifel mehr an einem gelungenen Auftakt aufkommen.

Verjüngter Deutschland-Kader vor WM

Deutschland, das mittlerweile in der Weltrangliste auf Rang fünf liegt, war mit einer Portion Ungewissheit angereist. Nach dem Olympia-Silber von Paris gab es Veränderungen. Langjährige Leistungsträger wie der frühere Kapitän Mats Grambusch oder Weltklassestürmer Niklas Wellen beendeten ihre internationale Karriere. Zahlreiche hochveranlagte U21-Weltmeister rückten dafür in den Fokus, darunter auch Torschütze Brilla.

Nach teils erheblichen Leistungsschwankungen in der Pro League hatte Bundestrainer Henning für die WM in den Ländern der ärgsten Konkurrenten Belgien und Niederlande dennoch Optimismus verbreitet: „An guten Tagen können wir alle schlagen.“

Auch die Frauen siegten am Vormittag.