Kurioser Zwischenfall in der Handball-Bundesliga! Die Füchse Berlin setzten sich am 14. Spieltag gegen den HSV Hamburg mit 37:31 (16:18) durch, wenngleich ein Lichtausfall für eine ungeplante und minutenlange Unterbrechung der Partie sorgte.

Kurz vor der Halbzeitpause, in der 27. Spielminute, wurde es bei Ballbesitz der Gastgeber plötzlich dunkel in der Berliner Max-Schmeling-Halle. Die komplette Beleuchtung des Spielfelds war ausgegangen und ging zunächst nicht wieder an.

Zahlreiche Fans zückten ihre Smartphones und machten die Taschenlampen an. Erst nach etwa drei Minuten erstrahle das Spielfeld wieder im Licht. Laut dem Streamingdienst Dyn handelte es sich um ein „elektronisches Problem“ in der Halle.

Füchse und Magdeburg an der Spitze

Die Füchse fanden eine Woche nach ihrer ersten Saisonniederlage in der Handball-Bundesliga direkt wieder in die Erfolgsspur und setzten sich wieder an die Tabellenspitze.

Dort liegen sie nun gleichauf mit dem SC Magdeburg, der bei Schlusslicht HBW Balingen-Weilstetten mit 34:28 (16:15) seinen wettbewerbsübergreifend 17. Sieg in Serie einfuhr. Der schwedische Rückraumspieler Felix Claar war mit sieben Toren bester Werfer der Magdeburger.

Indes gaben die Rhein-Neckar Löwen die richtige Antwort auf die Pleite in Flensburg. Die Gastgeber setzten sich in der SAP Arena mit 26:21 (15:7) gegen die HSG Wetzlar durch.

24 Paraden! Appelgren lässt Wetzlar verzweifeln

Nationalspieler Jannik Kohlbacher war mit sechs Toren treffsicherster Spieler des Abends. Im Tor lief Mikael Appelgren heiß und leistete mit überragenden 24 Paraden, 16 davon in der ersten Halbzeit, einen großen Beitrag zum Heimsieg.

Der THW Kiel musste eine Woche nach dem Sieg gegen die Füchse für das nächste Erfolgserlebnis hart arbeiten. Der Meister sicherte das 36:31 (16:17) beim Abstiegskandidaten TVB Stuttgart erst in den Schlussminuten, Kiel (18:10 Punkte) belegt den fünften Platz.

Bei den Berlinern stellte Bundesliga-Rekordtorschütze Hans Lindberg seine Verlässlichkeit einmal mehr unter Beweis. Mit zehn Treffern bei zehn Abschlüssen war der aktuell effektivste Spieler der Liga erfolgreichster Werfer der Partie. Für den HSV Hamburg erzielte Asat Waliullin (7) die meisten Treffer.

Trotz der Niederlage boten die Hamburger in der Berliner Max-Schmeling-Halle eindrucksvoll Paroli und führten über die gesamte erste Halbzeit mit bis zu drei Treffern Vorsprung.

Verletzungssorgen um HSV-Star

Einziger Wermutstropfen bis dahin: Rückraumspieler Dominik Axmann verdrehte sich bei der Landung nach einem Sprungwurf das linke Knie und droht länger auszufallen. Nur von seinen Mitspielern gestützt konnte der Rückraumspieler das Feld verlassen.

Die Füchse gewannen letztlich auch dank der Paraden des 21 Jahre alten Torwarttalents Ludwig. Er sei „überglücklich“, dass er dem Team helfen konnte, sagte Ludwig, obwohl ein Einsatz über mehr als eine halbe Stunde „eigentlich nicht der Plan“ gewesen sei.

Im Anschluss an das Bundesligaspiel war er auch noch für das Tor des Zweitligisten VfL Potsdam eingeplant, der unter Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning als Trainer ebenfalls in der Max-Schmeling-Halle gegen den VfL Lübeck Bad-Schwartau antrat.

„Ich werde jetzt noch etwas essen und ein bisschen auf die Videoanalyse schauen, um mich mental darauf einzustellen“, sagte der Keeper zwischen seinen beiden Einsätzen: „Und natürlich noch umziehen.“

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)