Eine entscheidende Szene beim Halbfinal-Sieg des SC Magdeburg in der Champions League hat die Gemüter des FC Barcelona erhitzt.
Nachdem Kay Smits sieben Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit zum Magdeburger Ausgleich getroffen hatte, starteten die Katalanen einen letzten Angriff.
Blaz Janc warf den Ball kurz hinter der Mittellinie auf das leere deutsche Tor, als der Magdeburger Michael Damgaard den Ball mit einem Hechtsprung abwehrte. Die Barca-Spieler stürmten anschließend wild auf den Torraum zu, beschwerten sich bei den Schiedsrichtern.
Magdeburg gewinnt im Siebenmeterwerfen
Der Grund ihrer Empörung: Damgaard soll bei seinem Abwehrversuch im Kreis gestanden haben.
„So lief die strittige Szene, die Barca das Finale verwehrte“, titelte die spanische Sporttageszeitung Marca nach Spielende prominent auf ihrer Webseite.
Aber: Die Referees schauten sich die Szene an, entschieden kurz darauf, dass der 33-Jährige zum Zeitpunkt des Absprungs vor der Linie gewesen war.
Die Partie ging mit 31:31 in die Verlängerung, beim Stand von 37:37 schließlich ins Siebenmeterwerfen. Magdeburg siegte dort mit 2:1 und zog ins Endspiel des Final Four in Köln ein.
Dort trifft der deutsche Meister von 2022 auf PGE VIVE Kielce mit dem deutschen Torhüter Andreas Wolff, das sich im zweiten Halbfinale knapp mit 25:24 gegen Paris Saint-Germain durchsetzte.